Belgische Schüler lernen Oberpfälzer Lebensart kennen
Den Horizont erweitert

Die belgischen Schüler genossen ihren einwöchigen Aufenthalt in Nittenau mit Unterricht am Regental-Gymnasium. Bild: Mayer
Lokales
Nittenau
30.09.2014
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"Pack mas", "An Guatn" und "Passt scho": Ein paar bayerische Ausdrücke haben die belgischen Schüler verinnerlicht, die im Zuge der Partnerschaft mit dem Regental-Gymnasium eine Woche lang bayerische und Oberpfälzer Lebensart kennenlernten. Und es gab noch viele weitere Eindrücke.

Was hat gefallen, was eher nicht? Nach kurzem Nachdenken gaben die belgischen Schüler Auskunft. In einem Klassenzimmer des Regental-Gymnasiums zogen sie im Gespräch mit unserer Zeitung Bilanz aus ihrem achttägigen Aufenthalt in Nittenau und dabei traten interessante Einschätzungen zutage. 43 belgische Schüler, betreut von drei Lehrkräften, hielten sich nun in der Stadt am Regen auf. Sie nahmen am Unterricht teil, starteten zusammen und mit den Gastfamilien eine Reihe von Aktivitäten. Was also hat gefallen? Nach anfänglichem Zögern kommen die Antworten.

Es gibt viele Spezialitäten hier, besonders beim Essen wie Schnitzel und Leberkäse, ist von den 15- bis 17-Jährigen zu hören. Und natürlich wird der Schweinebraten gelobt (wenn möglich ohne Knödel). Schöne Landschaft, "sehr freundliche Menschen" und die "Sauberkeit hier" bereichern die "Haben-Seite"

Die Gummibärchen

Ein besonderes Erlebnis für einige Gäste war der familiäre Besuch des Oktoberfestes, stilecht in Lederhose und Dirndl. Und noch eine Begebenheit wird erwähnt: Im Supermarkt gibt es Gummibärchen, die einfach besser schmecken als daheim.

Im schulischen Bereich geht es in Belgien bekanntlich wesentlich strenger zu, als in Deutschland. Außer mittwochs sind die Schüler dort ganztags beschäftigt. Andererseits beginnt der Unterricht am RTG um 7.45 Uhr. "Zu früh", so die Einschätzung. In Belgien müssen die Kinder und Jugendlichen erst um 8.15 Uhr "ran". Manchmal seien die Schulstunden in Nittenau eher langweilig verlaufen, merkt ein Schüler an und gesteht: "Bei einer Stunde bin ich eingeschlafen."

Beeindruckt zeigen sich alle Gäste von der technischen Ausrüstung des Regental-Gymnasiums und der Pause nach zwei Unterrichtsstunden. In Belgien wird nämlich ohne Unterbrechung "durchgelernt".

Höhepunkte neben der Schule waren die Fahrten nach München und Regensburg. Zahlreiche Feten mit dem Schließen von Bekanntschaften rundeten den Aufenthalt ab. Diese Kontakte würden gepflegt, versichern die Belgier. Und wen wundert's: vornehmlich via Internet.

2015 kann gefeiert werden. Dann steht das 25-jährige Jubiläum des Schüleraustausches auf dem Programm. Die ersten Kontakte im Jahr 1989 mündeten schließlich in ein Austauschprogramm. Seither verbinden das Regental-Gymnasium und die Schulen in Athus und Habay-La-Neuve rege Kontakte, die bei gegenseitigen Besuchen vertieft wurden und werden.
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