Bewegender Abschied

Lokales
Nittenau
17.12.2014
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Bei den Ansprachen wurde deutlich, wie groß der Verlust ist. Die Angehörigen, viele Bürger und die Vereine nahmen am Samstag Abschied von Max Götzer, der im Alter von 85 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben war.

Pfarrer Adolf Schöls verwies beim Requiem auf die Lebensfreude Götzers, mit der er die Menschen immer wieder begeistert habe. Über 40 Jahre gehörte er der Nittenauer Feuerwehr an. Vorsitzender Andreas Weidmüller dankte dem Verstorbenen für seine Unterstützung. Beim TSV engagierte sich Max Götzer besonders. Vorsitzender Jürgen Hasenbach erinnerte an seine Verdienste. Der "letzte echte Turner Nittenaus" habe die Damenriege gegründet und betreut, sich generell dem Breitensport verpflichtet gefühlt.

Eine Vorbildfunktion wies Lorenz Pfau vom Musik- und Tanzverein dem Verstorbenen zu. Er sei immer auf die Menschen zugegangen und konnte sie so für den Verein gewinnen. Die Begeisterung für Musik drückte sich auch in der Unterstützung für die Stadtkapelle aus. Thomas Maibauer dankte Max Götzer ausdrücklich dafür.

Als "Urgestein" des Nittenauer Faschings sorgte Götzer mit dafür, dass die "Allotria" zum humoristischen Markenzeichen wurde. Ihr war er bereits 1950 beigetreten. Er hinterlasse eine große Lücke, betonte Präsident Josef Süß.

Die Meditation

Beim Theater- und Festspielverein fungierte der Verstorbene 1992 als Gründungsmitglied. Albert Meierhofer erinnerte besonders an seinen Einsatz bei den Theateraufführungen, als er die Pausen mit seinem "Quetschn-Spiel" bereicherte.

1948 trat Götzer in die SPD ein. Ortsvorsitzender Michael Jäger dankte ihm für die jahrzehntelange Treue, die sich auch in vielfacher Unterstützung manifestiert habe.

Mit einer Meditation beschrieb Helga Proske, Chefin des Nittenauer Weiberkomitees, den enormen Verlust. Max Götzer habe "Spuren des Lebens, der Liebe und der Hilfsbereitschaft gesetzt, verbunden mit seiner Musik" und sich "tief ins Tagebuch unserer Herzen eingeschrieben". Den Schlusspunkt der Nachrufe setzte Georg Hunger für den Trachtenverein "Regentaler". Auch diesen Verein hob Götzer 1986 mit aus der Taufe.
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