Bewegung auf vielen Ebenen

Bürgermeister Karl Bley (stehend) gab bei der Bürgerversammlung Rechenschaft und dankte auch der Verwaltung für ihre Arbeit. Sein Stellvertreter Albert Meierhofer (Zweiter von links) leitete die Diskussion. Bild: Mayer
Lokales
Nittenau
25.10.2014
0
0

Die Einwohnerzahl wächst, die Stadt am Regen weist über 9000 Bürger auf. Nur ein positiver Aspekt des ausführlichen Rechenschaftsberichts, den der Rathaus-Chef am Donnerstagabend vorlegte. Der Fokus liegt nun auf infrakstrukturellen Großprojekten.

Die Reihe der Bürgerversammlungen nahm ihren Auftakt im Pirzer-Saal. Zunächst befasste sich Bürgermeister Karl Bley mit den Finanzen. Der Haushalt 2014 weist ein Gesamtvolumen von knapp 22 Millionen Euro auf, wobei 5,2 Millionen Euro in Baumaßnahmen fließen. Auch heuer wird die Schuldenlast reduziert. Bley verwies diesbezüglich auf ein "aktives Zinsmanagement". Die Umlagekraft der Stadt rangiert bei 6 Millionen Euro, ein positiver Umstand, wie er anfügte. Auch zahle sich das antizyklische Investieren in Zeiten der Krise aus.

Große Maßnahmen

Der Bürgermeister freute sich über die steigende Zahl der privaten Bauvorhaben auf heuer 98 (Stand 30. September). Zu den großen Ausgaben zählte er die Abwasserentsorgung, wobei es bei der momentan laufenden Maßnahme in Asang und Diepenried Ausführungsprobleme gebe. Die Verzögerung nehme wohl noch drei Wochen in Anspruch. Bley spannte dann den Bogen der Baumaßnahmen von der Kinderkrippe über die Urnen-Projekte im Friedhof bis hin zu Straßenausbesserungen. Mit der Neugestaltung des BayWa-Geländes, dem anstehenden Bau der Nord-Ost-Tangente und der Erschließung des Gewerbegebietes Waltenried stünden Großprojekte im Fokus. Auch würden die Abrisse Am Anger und im Zentrum (Pfarrhof) für Veränderungen im Stadtbild sorgen. Zudem komme dem Hochwasserschutz große Bedeutung zu.

Bley sieht die Stadt auch bei den Erneuerbaren Energieen auf einem guten Weg. Nittenau sei eine familienfreundliche Kommune mit den entsprechenden Einrichtungen und biete auch kulturell eine Menge, so der Sprecher. Nach Regensburg existiere unter der Woche mittlerweile eine sehr gute Busverbindung. Fünf Personen könnten sie für 12,40 Euro (Busnutzung in Regensburg inklusive) nutzen.

Abschließend appellierte Bley an die Bürger, der Unterhaltspflicht als Anlieger der öffentlichen Verkehrsflächen nachzukommen. Zudem dankte er allen, die sich für das Wohl der Allgemeinheit engagierten. Bei der Diskussion, die zweiter Bürgermeister Albert Meierhofer leitete, ging es um das ehemalige BayWa-Gelände, die Verkehrssituation am Jahnweg, den Pfarrhof und die große Regenbrücke.

Mit Blick auf Flüchtlinge und Asylbewerber sagte Karl Bley, dass noch keine Anfrage zur Aufnahme vorliege. Er sehe auch kein geeignetes Gebäude für diesen Zweck im Stadtgebiet. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass Nittenau über Jahre hinweg eine zentrale Aufnahmestelle im Landkreis gestellt habe. Die Stadt habe jedoch keinerlei Vorbehalte gegen die hilfesuchenden Menschen, wollte Bley klargestellt wissen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Hochwasser (3437)Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.