Bürger können sicher leben

Die Bürgermeister Karl Bley (links) und Hans Frankl (Zweiter von rechts) zollten der Polizei großen Respekt für ihre Arbeit. Darüber freuten sich (von links) Elisabeth Mißlbeck, Stefan Moller und Egid Viehauser. Bild: Mayer
Lokales
Nittenau
02.04.2015
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Das Fazit aus dem Jahr 2014 sorgte bei den Verantwortlichen für Zufriedenheit. Beim Sicherheitsgespräch kam vor allem die immens hohe polizeiliche Aufklärungsquote zur Sprache. In Bezug auf ein ganz wichtiges Thema können die Menschen aufatmen.

Die Zahlen, die am Donnerstagvormittag im Nittenauer Rathaus auf den Tisch kamen, stammen aus dem vergangenen Jahr. Sie wurden vom Leiter der Polizeistation, Hauptkommissar Stefan Moller und seiner Stellvertreterin, Hauptkommissarin Elisabeth Mißlbeck vorgetragen. An der Präsentation nahm auch der übergeordnete Chef der Inspektion Burglengenfeld, Erster Polizeihauptkommissar Egid Viehauser, teil.

Stolz auf 74,4 Prozent

Gespannt verfolgten die beiden Bürgermeister Karl Bley (Nittenau) und Hans Frankl (Bruck) sowie Jakob Rester und Reinhard Fohringer von der Nittenauer Verwaltung die Ausführungen. In der Kriminalitätsstatistik schlugen 2014 insgesamt 386 Straftaten zu Buche.

Dem deutlichen Rückgang bei den Diebstahlsdelikten (minus 24) standen Steigerungen bei Sexualvergehen (plus fünf), einfachen Körperverletzungen (plus 18), Sachbeschädigungen (plus 14) und sonstigen Straftaten (plus 24) gegenüber. Die Aufklärungsquote lag bei 74,4 Prozent. Darauf können die acht Beamten der Station stolz sein. Der Oberpfalzschnitt rangiert bei 64,8 Prozent.

Während die Fallzahlen für den Stadtbereich Nittenau eine signifikante Steigerung der Vergehen um 93 auf 288 ergaben, sank die Quote in Bruck um 82 auf 98. "Die Brucker sind eben braver", kommentierte Hans Frankl schmunzelnd. Gesunken ist die Straßenkriminalität. Gleiches gilt für Computer-Delikte und Betrügereien. Bei der Rauschgiftkriminalität erfolgte eine Steigerung von 24 auf 36 Fälle. Diese Zunahme ist ausschließlich für Nittenau zu verzeichnen.

Vier Tote im Verkehr

Erfreuliches wurde zum brisanten Thema Wohnungseinbrüche berichtet. Entgegen dem schlimmen Trend gab es im Zuständigkeitsbereich der Station nur vier Fälle, einen mehr als 2013. Einen großen Wermutstropfen beinhaltete die Verkehrsstatistik. Blieb die Zahl der Unfälle insgesamt mit 389 und der Kollisionen mit Personenschäden (61) nahezu gleich, so mussten im vergangenen Jahr vier Tote beklagt werden. Dabei handelte es sich um drei Motorrad- und einen Pkw-Fahrer. Häufigste Unfallursachen sind Fehler beim Abbiegen, Wenden und bei der Vorfahrt. Erfreuliche Tatsache: Es gab nur einen Unfall mit Kinderbeteiligung und glücklicherweise keinen Schulwegunfall. Zudem schlug nur eine alkoholbedingte Kollision zu Buche. 148 Wildunfälle bedeuten nach wie vor ein große Häufigkeit. Erwähnt sei noch, dass die Beamten 171 Schwertransporte begleiteten und dabei 403 Einsatzstunden leisteten. Stefan Moller dankte abschließend den Verantwortlichen beider Kommunen für die gute Zusammenarbeit.

Der Brucker Kreisel

"Klein, aber sehr erfolgreich", gratulierte Karl Bley vor allem zur hohen Aufklärungsquote. Das Sicherheitsgefühl in der Bürgerschaft sei sehr groß. Hans Frankl schloss sich dieser Einschätzung an und freute sich vor allem, dass nach Ostern mit dem Bau des Kreisverkehrs an der Brucker Kreuzung ein Unfallschwerpunkt beseitigt werde.
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