Das "Gesicht" einer Stadt

Bürgermeister Karl Bley (Vierter von rechts) eröffnete im Beisein von Rathausmitarbeitern und Privatpersonen die Ausstellung "25 Jahre Stadtsanierung" im Foyer des Rathauses. Bild: Schieder
Lokales
Nittenau
13.05.2015
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Die städtebauliche Entwicklung der Stadt am Regen ist nun in einer Ausstellung zu sehen. Deutlich wird dabei auch, dass es sich um eine Zwischenbilanz handelt. Planungen für weitere Maßnahmen laufen, wobei einige bereits umgesetzt werden.

Den von Bund und Ländern erstmals initiierten "Tag der Städtebauförderung" nahm die Verwaltung zum Anlass für eine Ausstellung. Die Planungen begannen mit der Beauftragung eines Architekturbüros, das bis heute beratend tätig sei, sagte Bürgermeister Karl Bley bei der Eröffnung der Bilderausstellung im Foyer des Rathauses.

Überzeugungsarbeit

Stadträte, Rathauspersonal, Altbürgermeister Julius Schmatz, der frühere Geschäftsleiter Rudolf Höfler, Pfarrer Adolf Schöls, Geschäftsleute und Privatpersonen erinnerten sich an die verschiedenen Etappen der Stadtsanierung. Der damalige Bürgermeister Julius Schmatz und die Stadträte hatten ein schwieriges Unterfangen, das darin bestand, die Bevölkerung zu überzeugen, so Bley. Richtig alte Bausubstanz sei in Nittenau nicht vorhanden, da die Stadt im 17. und 18. Jahrhundert öfters abgebrannt sei. Es erfolgten vorbereitende Untersuchungen durch den städtebaulichen Berater, das Architekturbüro Wild aus Furth im Wald. Die Sanierungsziele seien formuliert worden, ebenso die Gestaltung des öffentlichen Raumes.

Erreichen wollte man die Verbesserung des Erscheinungsbildes, das Schaffen und Gestalten von öffentlichen Plätzen zur besseren Aufenthaltsqualität, die Beratung von privaten Sanierungsmaßnahmen sowie Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Im Jahr 2000 sei unter dem damaligen Bürgermeister Rudolf Heininger eine Gestaltungssatzung und -fibel entstanden. "In den vergangenen Jahren hat sich das Erscheinungsbild unserer Stadt verändert und es verändert sich auch weiterhin, wie wir an dem Projekt 'neues Pfarrheim' sehen können", sagte Bley. Mehr als 50 Maßnahmen habe man in den vergangenen 25 Jahren umsetzen können, davon seien rund die Hälfte Privatprojekte. Stadtbaumeister Josef Fellner ergänzte die Ausführungen. So sei die erste Maßnahme die Sanierung der Stadttürme gewesen. Rund 10 Millionen Euro seien in den 25 Jahren aufgewendet worden, davon habe man 4,5 Millionen Zuwendungen erhalten. Derzeit werde ein integriertes Stadtentwicklungskonzept erstellt, um auch künftig in den Genuss von Städtebaufördermittel zu kommen, nachdem neue Förderprogramme aufgelegt wurden.
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