Der individuelle Nachweis

Josef Wittmann, Kreisgeschäftsführer des BBV, informierte die Landwirte über Änderungen bei den Betriebszahlungen. Bild: Schieder
Lokales
Nittenau
19.11.2014
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Es geht um die Novelle der Düngeverordnung und die Regelungen beim Greening. Die Landwirte sehen sich mit Neuerungen konfrontiert. Der Bauernverband leistet mit Infos Hilfestellung.

Stellvertretender Ortsobmann Markus Gregori hieß die zahlreichen Besucher zur BBV-Gebietsversammlung des Bauernverbandes im Landgasthof Schmidbauer in Muckenbach willkommen. Allgemeine Informationen zur Agrar-Sozialversicherung sowie über Gespräche, Schreiben und Aktionen, mit denen der Bauernverband seine Argumente vorbringt, schickte Kreisgeschäftsführer Josef Wittmann den Hauptthemen voraus.

Die Betriebsprämie in Deutschland beinhalte vier Grundelemente: die Basisprämie mit etwa 187 Euro/Hektar, das Greening mit 88 Euro/Hektar, den Zuschlag bis zu 30 Hektar mit 50 Euro/Hektar, darüber bis 46 Hektar mit 30 Euro/Hektar sowie die Junglandwirteförderung bis zu 90 Hektar. Zum 31. Dezember diesen Jahres würden alle bisherigen Zahlungsansprüche eingezogen, so Wittmann. Mit der Mehrfachantragstellung bis zum 15. Mai 2015 sei von jedem Betrieb die Neuzuteilung gemäß der bewirtschafteten, beihilfefähigen Flächen beantragbar. In Zukunft wolle die EU nur noch "aktiven Landwirten" Direktzahlungen gewähren, wobei aber eine Abgrenzung gar nicht so einfach sei.

Beratung angeboten

Für Mitglieder biete der Bauernverband eine individuelle Beratung, den "Greening-Check", an. Denn die Neuerungen bei Betriebsprämie ab Januar 2015 seien aufgrund der großen Bandbreite für jeden Betrieb individuell zu prüfen. Mitglieder könnten ab sofort einen Termin dazu vereinbaren. Am Ende der Beratung erhielten diese einen schriftlichen Ergebnisbericht für die persönliche Betriebssituation, bot Wittmann an.

Kernpunkte der Direktzahlung-Durchführungsverordnung seien Umsetzungsdetails beim Greening, die jeder Landwirt als neue Kriterien für die Direktzahlungen ab 2015 zu beachten habe, da sonst Kürzungen drohten. Was die Anbauplanung für das nächste Jahr angehe, sei zu beachten, dass Dauerkulturflächen von den Greening-Bestimmungen ausgenommen würden, die ökologisch wirtschaftenden Betriebe erfüllten das Greening "per se". Betriebe, die die Kleinbetriebsregelung beantragten, seien von Greening und Cross Compliance befreit, erhielten aber maximal 1250 Euro pro Betrieb. Betriebe, die Greening erfüllten, bekämen für alle beihilfefähigen Flächen die Greening-Prämie. Voraussetzung für deren Erhalt sei die Aktivierung von Zahlungsansprüchen für die Basisprämie durch beihilfefähige Flächen. Kreisobmann Johann Wilhelm sagte, dass die Ministerialbürokratie mittlerweile verheerende Ausmaße zeitige. Wenn man Gespräche mit den Abgeordneten führe, frage man sich, ob diese noch etwas zu sagen hätten. Den Schulstandort Nabburg habe man erhalten können. Doch werde schon wieder nach einem Hintertürchen gesucht, um diesen Standort oder auch andere zu streichen. Achtsamkeit sei notwendig, so Wilhelm, der den Obmännern für ihre Arbeit dankte.
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