"Diamantene Hochzeit" gefeiert - Von Kasachstan nach Nittenau
Die Heimat nie vergessen

Die besten Wünsche der Stadt zur "Diamantenen Hochzeit" überbrachte zweiter Bürgermeister Albert Meierhofer. Bild: hfz
Lokales
Nittenau
21.02.2015
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Ein besonderes Jubiläum feierten Nelli und Emil Peschel: Die "Diamantene Hochzeit". 1994 kamen die Jubilare mit ihren Kindern aus Kasachstan nach Nittenau. Schnell haben sie sich eingelebt und fühlen sich nach eigenem Bekunden hier rundherum wohl.

Nelli Peschel, geborene Pieper, wuchs als eines von elf Kindern in Gnadenfeld im Kaukasus auf. Dort lebte auch Emil Peschel zusammen mit seinen vier Geschwistern. Während des Krieges wurden beide Familien nach Kasachstan verschleppt. In Kapal, einem Dorf, 20 Kilometer von der chinesischen Grenze entfernt, lernten sich beide kennen und lieben. Trotz der weiten Entfernung zur Heimat (die Vorfahren waren im Jahr 1880 nach Russland ausgewandert), wurden die deutsche Sprache und das Brauchtum gepflegt und an den Nachwuchs weitergegeben.

Drei Kinder gingen aus der Ehe hervor. Heute sind die Beiden stolz auf sechs Enkel und acht Urenkel. Die ganze Familie ist in Nittenau sesshaft geworden. Emil Peschel kann als gelernter Schreiner auf 47 Berufsjahre zurückblicken, Seine Frau arbeitete als Schneiderin. Jetzt freuen sich beide schon auf den Frühling, um wieder die geliebte Gartenarbeit aufzunehmen. Das Gewächshaus ist ihr ganzer Stolz. Hier ziehen sie Gemüse für die ganze Familie. Schon bald steht wieder eine große Feier bevor. Nelli Peschel wird dann ihren 80. Geburtstag feiern. Besonders gefreut hat sich das Paar über die Glückwünsche des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Für die Stadt Nittenau überreichte zweiter Bürgermeister Albert Meierhofer eine Obstschale und gratulierte zu diesem außergewöhnlichen Jubiläum.
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