Die Kanalgebühr steigt

Lokales
Nittenau
28.11.2014
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Die Globalberechnung erfolgt in vierjährigem Rhythmus. Sie prognostiziert die Beiträge und Gebühren für die Entwässerungseinrichtung, basierend auf den zurückliegenden Ergebnissen. Nach niedrigen Sätzen wird es für die Bürger nun Veränderungen geben.

Die Kommune ist gehalten, die Entwässerung kostendeckend zu betreiben. 2011 wurde eine Kostenüberdeckung festgestellt, die Gebühren sanken entsprechend. Dieser Überschuss ist nun aufgebraucht, es bahnt sich ein kalkulatorisches Minus von knapp 80 000 Euro an. Mit diesen Zahlen wartete Juristin Anne Westermann von der Kommunalberatung Hurzlmeier GmbH am Dienstag bei der Stadtratssitzung auf. Mithin werde es Veränderungen geben, so die Fachfrau.

Unter der Grenze

Ihren Berechnungen zufolge steigt der Herstellungsbeitrag von bisher 0,92 Euro auf 0,99 Euro pro Quadratmeter Grundfläche, während der Quadratmeter Geschoßfläche von 11,02 Euro auf 9,02 Euro sinkt. Deutlich "anziehen" werden die Kanalgebühren: von 0,86 Euro auf 1,87 Euro. Damit liegen sie aber immer noch unter der gängigen Grenze von zwei Euro. Das Gremium billigte die neuen Satzungen, die zum 1. Januar 2015 in Kraft treten.

Der Stadtrat brachte die Anträge für die Städtebauförderung 2015 auf den Weg. Im Blickpunkt stehen dabei die Fortführung der Sanierungsgebiete in der Altstadt mit dem Anger und der St. Wolfgang-Straße sowie Maßnahmen in Fischbach. Letztere Anträge laufen über die "ARGE Regentalgemeinden".

Kenntnis nahmen die Räte von der Änderung der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet "Oberer Bayerischer Wald" mit Zonierung für Windkraftanlagen. Die Festsetzungen wurden gegen die Stimme von Willi Sturm (CSU) gebilligt. Inwieweit angesichts der enormen Tabuzone ein Projekt auf städtischem Gebiet überhaupt in Frage kommt, muss sich zeigen.

237 Besucher

Das neue Baugebiet "Waltenried" an der Brucker Straße besitzt Rechtskraft. Dort wird erschlossen und bereits gebaut. Nun wurde ein Name für die Stichstraße gesucht. Bürgermeister Karl Bley schlug "Waltenrieder Straße" vor. Dies wurde einstimmig gut geheißen.

Abschließend zog Bley ein Resümee aus den Bürgerversammlungen. Demnach besuchten heuer 237 Interessierte die fünf Veranstaltungen, etwas mehr als im Vorjahr. Anträge zur Behandlung im Stadtrat habe es nicht gegeben.
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