Die Turmuhr und das Wetter

An heißen Tagen wurde heuer im Freizeit- und Erholungsbad ein guter bis sehr guter Besuch verzeichnet. Archivbild: Götz
Lokales
Nittenau
05.11.2014
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Mit ihren kulturellen und freizeitrelevanten Angeboten kann sich die Stadt am Regen sehen lassen. Die statistischen Zahlen und Aktivitäten im Museum und Erholungsbad, bei der Hauptausschusssitzung präsentiert, belegen dies. Die Vereine werden in finanzieller Hinsicht unterstützt.

Mit dem Blick auf die Museumssaison 2014 stieg der Hauptausschuss am Dienstagabend in sein Sitzungsprogramm ein. Leiterin Carolin Schmuck verwies auf die Sonderausstellung "Rund um die Uhr" mit elf Begleitveranstaltungen. Im Mittelpunkt stand die Mannhardt'sche Turmuhr, die H. Schuierer in 600 Stunden instand gesetzt hatte. Sie behält ihren Platz im Museum. Dafür gab es nochmals einen Dank von Bürgermeister Karl Bley, ebenso für die Leihgabe der Fischbacher Turmuhr. Insgesamt besuchten laut Carolin Schmuck rund 1300 Menschen die Einrichtung.

Alltag im Krieg

Für 2015 ist eine Sonderausstellung über "Kindheit und Jugend in der Kriegs- und Nachkriegszeit" geplant. Dabei geht es um den Alltag, sind Zeitzeugen gefragt. Die neunte Klasse des Regental-Gymnasiums hat hierzu eine Befragung vorgenommen. Schmuck selbst ist bereits mit einer Revision der Bestände ab 1900 befasst. 2016 sollen die Hüte im Mittelpunkt stehen. Danach erläuterte sie das Museumsleitbild, das unter dem Motto "sammeln, ausstellen, bewahren und forschen" firmiert.

Außentemperaturen zwischen 12 und 38 Grad, 23 bis 1869 Besucher pro Tag: Das Freizeit- und Erholungsbad erlebte auch heuer die Höhen und Tiefen der Witterung. Bademeister Andreas Hanka berichtete von insgesamt 37 787 Badegästen, darunter 538 Schüler. Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf 48 521 Euro, knapp 14 000 Euro weniger als 2013. Die Gesamtausgaben bezifferte er mit 148 821 Euro plus 31 000 Euro Heizkosten. Im vergangenen Jahr schlugen 168 163 Euro zu Buche. Hanka hatte auch einen Einsparung- und Verbesserungskatalog erarbeitet. Als notwendig erachtet er unter anderem eine Erweiterung des Parkplatzes und eine Eingangstreppe in das Schwimmerbecken. 1700 Besucher verzeichnete der Campingplatz mit Einnahmen von rund 30 000 Euro. Hier sei ein Erweiterung des Zeltplatzes sinnvoll. Inwieweit die Anregungen und Hinweise zum Tragen kommen, werden die Haushaltsberatungen für 2015 zeigen.

Ein Werk von Groll

Eine Aufarbeitung der Stadtgeschichte im 20. Jahrhundert beantragten die Grünen. Dieses Thema finde schon seit Jahren mit entsprechenden Veranstaltungen Berücksichtigung, kommentierte der Bürgermeister. Zudem sei Carolin Schmuck mit der Thematik beschäftigt.

"Voices in Joy" plant für den 7. Dezember ein feierliches Weihnachtskonzert mit Orchesterbegleitung. Zur Aufführung kommt auch ein Werk des Nittenauer Komponisten Evermod Groll. Der Chor rechnet mit einem Defizit von 3000 Euro. Auf Vorschlag von Gerald Fendl-Binner und Albert Meierhofer wird ein Zuschuss von maximal 1500 Euro nach Rechnungslegung in Aussicht gestellt.

Zuwendungen gab es dann noch im Zuge der Sportförderung für den SV Fischbach, FC Bergham und TSV Nittenau in einer Gesamthöhe von knapp 2000 Euro. In diesem Zusammenhang verwies Karl Bley darauf, dass die Stadt die Vereine generell unterstütze. Die nicht erhobenen Raummieten in städtischen Gebäuden summierten sich heuer auf 30 500 Euro.
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