Die Weiber herrschen

Das Nittenauer Weiberkomitee mit seiner Chefin Helga Proske (rechts) übernahm die Regentschaft im Rathaus, pünktlich zum Faschingsbeginn. Bürgermeister Karl Bley machte den Spaß gerne mit. Bild: sir
Lokales
Nittenau
11.11.2015
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Frauen an die Macht: Im Sturm enterte das Weiberkomitee das Rathaus. Pünktlich um 11.11 Uhr übernahmen "die Weiber von Nittenau" die Regentschaft von Karl Bley. Der ließ sich gerne überfallen.

"Wir sind die Weiber von Nittenau", kündete sich das Weiberkomitee im Vorzimmer von Bürgermeister Karl Bley an, an der Spitze stand natürlich " Chefin" Helga Proske, die keinen Zweifel am Vorhaben der bunten Truppe aufkommen ließ: "Gemeinsam die Faschingssaison 2016 einläuten". Die ist eine besondere, wie Helga Proske verkündete: Die Nittenauer Weiberfasenacht feiert im Jahr 2016 ihr 35-jähriges Bestehen. Lachen, singen, tanzen, Theater spielen, Spaß, Sketche ausdenken, Proben, Texte lernen und Lampenfieber: All das gehört seitdem dazu beim Komitee. "Ich glaube, so richtig wussten wir damals nicht, worauf wir uns eingelassen haben und was auf uns zukommt", zog sie Bilanz.

Herz zum Jubiläum

Drei Bürgermeister, der Umzug des Rathauses vom Marktplatz in die Gerichtsstraße sowie der dreimalige Umzug an einen neuen Veranstaltungsort, all das habe das Weiberkomitee miterlebt. Weit über 30.000 Besucher seien es in den vergangenen 34 Jahren bei den Vorstellungen gewesen, deshalb dankte sie zuallererst dem Publikum für seine Treue. Zu den Gästen am Mittwoch gehörte auch Resi Wolf, eine der Gründerinnen des Weiberkomitees.

Der Jubiläumsorden in Herzform sollte gleich zum Ausdruck bringen, dass die Weiberfasenacht "immer mit Liebe, Seele und Herz für euch gemacht ist", so Helga Proske. Als Bürgermeister und Förderer des Komitees gebühre ihm die Ehre, den ersten Jubiläumsorden zu erhalten, sagte die Chefin des Weiberkomitees verlieh Karl Bley das fröhlich anmutende Prunkstück. Sie dankte dem Bürgermeister und allen Beteiligten für die Unterstützung mit dem Versprechen, dass sich das Komitee "wieder mächtig ins Zeug legen wird". Fehlen dürfe auch diesmal nicht die Party "60 plus", um den Besuchern wieder einen unbeschwerten Nachmittag mit vielen Darbietungen zu bescheren.

Auf gutes Gelingen

"35 Jahre seid ihr nun schon der Garant, dass wir in Nittenau sind gut gelaunt", reimte Bürgermeister Karl Bley. Der Weiberfasching könne ohne Helga Proske nicht sein, würdigte er die Initiatorin. Er wünschte "den Weiberleut" viel Freude und ein gutes Gelingen für die kommende Saison. "Vergessen wir des Alltags Last und Plag", forderte er die Gäste auf. Mit Sekt und Kaffee stieß man auf das Jubiläum an, und so manches Mal ertönte im Rathaus ein dreifaches "Nittenau helau".
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