Dr. Gerhard Eigler besitzt enormen Wissensschatz - Mehr als ein Hobby - Zum 80. Geburtstag ...
Die große Faszination der Steine

Zweiter Bürgermeister Albert Meierhofer (links) und Seniorenbeirat Michael Müller (rechts) gratulierten Dr. Gerhard Eigler im Namen der Stadt Nittenau zu seinem 80. Geburtstag. Bild: Schieder
Lokales
Nittenau
09.05.2015
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Generationen von Schülern am Regental-Gymnasium hat Dr. Gerhard Eigler die Grundlagen bis hin zu speziellen Kenntnissen in Chemie, Biologie und Geografie vermittelt. Der von allen Seiten geschätzte frühere Lehrer am RTG beging am Mittwoch seinen 80. Geburtstag.

In Falkenau im Egerland wuchs Eigler mit einem Bruder auf. Im Zuge der Vertreibung kam er nach Heidenheim in Mittelfranken. In Weißenburg legte er 1956 sein Abitur ab. Anschließend absolvierte er in München ein Studium im Lehramt Chemie, Biologie und Geografie.

1963 kam der Jubilar nach Nittenau. "Innerhalb von einer halben Stunde hatte ich ein Zimmer", erinnert er sich an die Verhältnisse auf dem Land zurück. Denn in der Stadt, wo er bisher lebte, war dies weitaus schwieriger gewesen. Im "alten Gymnasium" an der Fischbacher Straße tätig, lag sein Zimmer in der benachbarten Pension Helgert sehr günstig.

Die schönste Zeit seines Lebens seien das Studium und das erste Jahr in Nittenau gewesen, erinnert er sich. In Nittenau promovierte er 1969 zum "Dr. rer. nat", Doktor der Naturwissenschaften. Die Doktorarbeit beinhaltete die Thematik rund um die "Botanik über Flechten." 1963 heiratete Dr. Eigler Friederike Kiermayer. Das Paar hatte sich auf einem Faschingsball in München kennengelernt. Zwei Söhne gingen aus dieser Ehe hervor.

Bücher geschrieben

Der Pädagoge Dr. Gerhard Eigler brachte seinen Schülern nicht nur die verschiedenen Inhalte der Naturwissenschaften näher. Seine Interessensgebiete wurden auch in den vielen Freizeitaktivitäten deutlich. So führen ihn seine Reisen und Exkursionen in die Gegenden, die viele Steine aufweisen. Sein Lieblingsgebiet ist das Riesengebirge, das er schon öfters durchwandert hat. Es ergab sich auch eine Reise zum Isergebirge, wo der Gablonzer Schmuck beheimatet ist.

Was macht die Faszination "Stein" aus? Dr. Eigler antwortete, dass dies nicht zu erklären sei. Das Sammeln von Gesteinen, hauptsächlich Mineralien, hänge mit dem Studium zusammen. Ausstellungen und das Schreiben von Büchern kennzeichneten den wissenschaftlichen Weg von Dr. Gerhard Eigler. Auf reges Interesse stießen die Ausstellungen "Diorit-Steinbrüche von Roßbach" und von der Radioaktivität. Dr. Eigler ist Gründungsmitglied beim Museumsverein Nittenau. Auch gehört er dem Verein Fossilien, Mineralien, Geologie (VFMG) Regensburg an, sowie dem Naturpark Vorderer Bayerischer Wald und dem Arbeitskreis Egerländer Kulturschaffender in Marktredwitz. An seinem Ehrentag zeigte Dr. Gerhard Eigler seine Sammlung, die nicht nur zweiten Bürgermeister Albert Meierhofer und Seniorenbeirat Michael Müller beeindruckte. Diese überbrachten die Geburtstagsglückwünsche im Namen der Stadt Nittenau.
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