Durch Bauernhof zur Turnhalle

Markus Lang, Birgit Dvorak, zweiter Bürgermeister Albert Meierhofer und Landrat Thomas Ebeling (von links) tauchten in die neu gestalteten Landschaften im Eingangsbereich der Schule ein.
Lokales
Nittenau
19.05.2015
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Den Tag der Familie nutzte die Grundschule Fischbach, um das Projekt "Farbtupfer" der Öffentlichkeit vorzustellen. Der Elternbeirat und der Förderverein hatten das Schulgelände zum Volksfestplatz umgebaut und ein großes Programm organisiert.

Sechs Monate haben die Verantwortlichen auf diesen Tag hingearbeitet, den sich auch Landrat Thomas Ebeling nicht entgehen lassen wollte. Er überreichte Schulleiter Oskar Duschinger ein Geschenk, ehe er sich vom besonderen Charme der Grundschule Fischbach überzeugte.

Zwei Jahre Planung

Zweiter Bürgermeister Albert Meierhofer erinnerte an das Jahr 1995, als der Bestand der Fischbacher Schule im Bestand hochgradig gefährdet gewesen sei. Die Fischbacher wehrten sich damals geschlossen, haben sich auf die Hinterfüße gestellt und kämpften erfolgreich für den Erhalt ihrer Schule. Seitens der Stadt Nittenau werde seitdem die Schule laufend unterstützt und immer wieder saniert. Abschließend dankte Meierhofer Birgit Dvorak, der Initiatorin des Projektes "Farbtupfer".

Birgit Dvorak blendete zwei Jahre zurück, als der Wunsch geboren wurde, die Schule im Eingangsbereich umzugestalten. "Es war aber nicht leicht, die richtigen Ideen zu finden", sagte Dvorak. Von Anfang an setzte sie auf die Beteiligung der Kinder: Nur so könne das Projekt erfolgreich sein. Verzögerungen wegen maroder Toiletten und weiterer Sanierungsmaßnahmen kamen dazwischen. Doch nach den zurückliegenden Weihnachtsferien sollte es losgehen.

Dvoraks Frage "Wollt ihr mit mir malen?" kamen die Kinder gerne nach. Gemeinsam schuf man einen neuen Eingangsbereich. "Jeder der die Schule betritt, wird freundlich empfangen, der Raum hat Herz und eine Seele", schwärmte sie. Sie dankte ihrer Tochter Miriam, die besonders in den kleinen Details eine große Hilfe gewesen sei.

Der Besucher taucht in eine bunte Landschaft ein. Durch einen Bauernhof führt der Weg zum Eingang der Turnhalle, in die Toiletten geht's durch einen Backofen, und neben dem Eingang sorgen Birken, Bienenstock und Teichlandschaft mit den dazugehörigen Tieren für Farbtupfer. Vögel fliegen am Himmel, aber auch Schmetterlinge und Marienkäfer sind präsent. Sogar ein Hund bewacht in seiner Hütte die Schule.

Viele Stunden investiert

41 Personen haben in 739 Stunden unter Dvoraks Regie mitgeholfen. Abschließend dankte die Projektleiterin besonders Bürgermeister Karl Bley, durch dessen Zusage das Projekt erst begonnen werden konnte, und Markus Lang von der Sparkasse in Nittenau für das großzügige "Sponsoring". Musikalisch umrahmt wurde das Fest mit Beiträgen "zünftig Bayrisch" der Kinder der ersten und zweiten Klasse, einem Klatschwalzer der "lustigen Hammerschmidgesellen" und dem "Hiatamadl". Für den Elternbeirat dankte Vorsitzender Thomas Zeidler den Helfern, besonders Stefan Gleixner für die Spende von Sitzbänken. Mehrere Firmen hatten Stände aufgebaut, so der Hutzlhof und die Firma Wenisch. Der Zweckverband Müllverwertung spendierte Brotzeitdosen als Belohnung für die Siegermannschaft im Fußballspiel Kinder gegen Eltern. Das Gestüt Rödl bot Ponyreiten an. Weiterhin lockten Kinderschminken, ein Malwettbewerb und ein Tanzstudio, am Luftballonwettbewerb konnte jeder teilnehmen. Ein Lagerfeuer ab 17 Uhr und Schmankerl vom Grill rundeten die Veranstaltung ab. Fördervereinsvorsitzender Reinhard Heinl überreichte zum Dank an Birgit Dvorak Präsente

Mit Begeisterung dabei waren die Buben und Mädchen beim Fußballspiel Eltern gegen Kinder. Landrat Thomas Ebeling pfiff die Partie an, zweiter Bürgermeister Albert Meierhofer spielte gleich mit. Das half aber nichts: Die Kinder siegten im Prestige-Duell mit 3:2 Toren.
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