Ein großer Modellbauer

Lokales
Nittenau
15.07.2015
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In Bergham kam Arnold Pöppl zur Welt. "Tatsächlich schon 85?" - Diese Frage ging so manchem Gratulanten durch den Kopf, als er dem weit über die Grenzen Nittenaus hinaus bekannten Jubilar am Montag zum Geburtstag gratulierte.

Allein schon wegen seiner beruflichen Tätigkeit und seinem gesellschaftlichen Engagement besitzt Arnold Pöppl einen hohen Bekanntheitsgrad. Nach dem Besuch der Schule hatte er während des Krieges die Aufbauschule in Amberg besucht und anschließend eine Ausbildung zum Schlosser im Betrieb seines Vaters, Georg Pöppl, absolviert.

Zwei Meisterprüfungen

Doch das genügte ihm bald nicht mehr. Und so durchlief er noch zwei Ausbildungen, in den Fachrichtungen Heizungs- und Lüftungsbau sowie als Installateur für Gas und Wasser. Jede Lehre mündete in das Ablegen der Meisterprüfung. Den Goldenen Meisterbrief erhielt Pöppl für beide Berufe. Auch wurde er mit der goldenen Innungsnadel ausgezeichnet. 1965 machte er sich mit einem eigenen Betrieb selbstständig. Insgesamt bildete der Jubilar 21 junge Leute aus. Der älteste Sohn, Arnold junior, trat in die Fußstapfen seines Vaters, übernahm 1990 das Geschäft und baute es sukzessive aus.

1960 trat der Jubilar mit Herlinde Birnkraut vor den Traualtar, die er auf einem Ball in Nittenau kennengelernt hatte. Zwei Söhne und eine Tochter gingen aus der Ehe hervor, fünf Enkel kamen dazu. Im Ruhestand findet Pöppl die Zeit für sein größtes Hobby, den Modellbau. Unter seinen geschickten Händen entstehen Schiffsmodelle aus Metall. Auch die Nittenauer Pfarrkirche entstand auf diese Weise in Titan-Zink, sowie Ortsansichten. Derzeit arbeitet der Jubilar an der Bockerl-Bahn, die zwischen Nittenau und Bodenwöhr verkehrte. Dabei bedient er sich alter Ansichten, die er im Maßstab 1:250 umsetzt. Darüber hinaus ist Arnold Pöppl auch gesellschaftlich engagiert. So gehört er seit 1946 der Kolpingfamilie Nittenau an, galt jahrelang als begnadeter Theaterspieler. Beim TSV Nittenau ist er seit 1948 Mitglied, spielte zehn Jahre lang Fußball in der ersten Mannschaft. Bürgermeister Karl Bley und Seniorenbeirat Eduard Kochherr gratulierten für die Stadt.
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