Ein neuer Gewässerabschnitt

Alois Neft, Vorsitzender des Fischereivereins Nittenau, zog eine überwiegend positive Bilanz bei der Hauptversammlung. Bild: Schieder
Lokales
Nittenau
10.01.2015
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Der Kormoran und der Biber bereiten Sorgen. Dessen ungeachtet sind die Angler sehr aktiv und können auf eine Vielzahl von Aktivitäten verweisen. Einige Neuerungen stehen an.

Die Berichte bei der Jahreshauptversammlung des Fischereivereins in der Hotelgaststätte Pirzer zeigten auf, dass die Mitglieder das gesamte Jahr über aktiv sind. Vorsitzender Alois Neft bezifferte den aktuellen Mitgliederstand mit 267 Personen, darunter 19 Schwerbehinderte.

Heuer sei ein neuer Gewässerabschnitt im Bereich des Zimmererwassers hinzugekommen, freute sich der Sprecher. Der Beitrag für Fischer beträgt nun 40 Euro, für Jungfischer 20 Euro. Die Tageskarten kosten sieben Euro, für Jungfischer drei Euro. Arbeitseinsätze haben alle aktiven Fischer zwischen 18 Jahren und dem gesetzlichen Rentenaltereintritt zu erbringen, anderenfalls seien die nicht geleisteten Arbeitsstunden am Jahresende durch ein Entgelt auszugleichen. Hier fallen für acht Stunden 60 Euro an. Die Jahreskarte "Zimmerer" koste nun 130 Euro.

Nach Belieben

Die Kombikarte für den Regenfluss (Zimmerer, Murawieyko-Blenk) sei mit 200 Euro eine günstige Möglichkeit. Der Angler könne nach Belieben zum Fischen gehen, ohne eine Tageskarte besorgen zu müssen, so Neft. Die Gastfischer zahlen 2015 zehn Euro, ab 2016 zwölf Euro pro Tag. Neft bat darum, die Regelungen bezüglich des Fischens einzuhalten. So würden die Aufzuchtweiher und der Schleifweiher nicht befischt. Jedoch obliege dem Fischereiverein die Aufsicht und Hege, da hier die Patenschaft von der Stadt Nittenau übernommen wurde. In den Wintermonaten habe auch der Fraßdruck der Kormorane an den Flüssen erheblich zugenommen. Bis zu über 100 Tieren seien außerhalb der Stadtgrenzen an den Gewässern anzutreffen. Der Futterbedarf dieser Vögel sei enorm, so dass sich der Fischbestand mittelfristig in allen Gewässern verringern werde, prognostizierte Neft. Eine Vergrämung sei nur schwer umzusetzen. Auch sei eine große Anzahl von Bibern an den Gewässern beheimatet, so dass es an manchen Uferbereichen um den Baumbestand nicht gut bestellt sei.

Kassenwart Werner Trauner belegte die finanziellen Verhältnisse des Vereins. Eine ordentliche Führung der Geldgeschäfte wurde ihm von den beiden Revisoren Andreas Rippel und Karl-Heinz Winkler bescheinigt. Gewässerwart Stephan Hochmuth berichtete unter anderem von 15 Kontrollgängen, wobei es zu einer Anzeige wegen Fischens ohne Erlaubnis und gültigen Fischereischeins gekommen sei, sowie zu einer Verwarnung. Sportwart Rudolf Wolf schilderte die sieben Hegefischen, an denen sich 204 Fischer beteiligten. Jugendwart Christian Poller bezifferte den aktuellen Stand der Jungfischer mit 23.
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