Ein Telegramm von Herodes

Bernhard Setzwein las aus dem Werk "Die Flucht nach Ägypten" nach Otfried Preußler, musikalisch untermalt von Norbert Vollath. Bild: Schieder
Lokales
Nittenau
13.12.2014
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Flucht ist ein schlimmer Begriff, der die Menschheit seit jeher begleitet. Momentan, da immer mehr Menschen den Krisengebieten entfliehen, um anderswo Schutz zu finden, erscheint diese Thematik aktueller denn je.

Die berühmteste Flucht dürfte die der heiligen Familie sein, die nach der Geburt Jesu durch die Warnung eines Engels sofort aufbricht. Mit "Die Flucht nach Ägypten" ist dem bekannten Kinderbuchautors Otfried Preußler ein Werk gelungen, das diesmal die Erwachsenen fordert.

Es ist dies eine andere Erzählung, als man sie aus biblischen Texten kennt, worüber der Untertitel "königlich böhmischer Teil" Auskunft gibt. Bernhard Setzwein las am Mittwochabend im Haus des Gastes Passagen aus diesem Werk vor einem aufmerksamen Publikum, das er gemeinsam mit der musikalischen Unterstützung durch Norbert Vollath auf das Vollste erreichte.

Tag der Menschenrechte

Die heilige Familie ist auf der Flucht vor König Herodes durch den nordböhmischen Teil der K.-u.-K.-Monarchie gekommen, der Heimat Preußlers. Kaiser Franz Joseph von Österreich erhält von Herodes ein Telegramm, in dem dieser um Amtshilfe nachsucht. Von dort aus wird es an die Statthalterei Prag gesendet, um die Entkommenen einzufangen.

Carolin Schmuck, Leiterin des Volksbildungswerkes, dankte am Schluss den Vortragenden. Gerade in Anbetracht der aktuellen Situation erinnerte sie an den "Internationalen Tag der Menschenrechte".
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