Eine wichtige Botschaft

Im Namen der Stadt Nittenau gedachte Otto Storbeck beim Mahnmal der Opfer von Kriegen. Bild: Schieder
Lokales
Nittenau
19.11.2014
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Verheerende Weltkriege, aktuelle Krisenherde rund um den Globus: Die Erinnerung muss bleiben und daraus sind die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die Botschaft des Volkstrauertages ist wichtiger denn je.

Unter den Klängen der Stadtkapelle zogen Fahnenabordnungen vom Jahnweg zum Kriegerdenkmal. Beim Volkstrauertag wurde der Opfer der beiden Weltkriege und der Menschen gedacht, die den gegenwärtigen Krisenherden rund um den Erdball ausgesetzt sind. Neben den unmittelbar Betroffenen auf den Schlachtfeldern stand auch das Leid ihrer Angehörigen im Fokus sowie der Hilfesuchenden, die vor Terror und Gewalt Zuflucht in anderen Ländern suchen.

Für die Stadt nahm Otto Storbeck Bezug zunächst auf die früheren Mitbürger Bezug, die damals in den Krieg gezogen waren. "Wer kann sich noch an sie erinnern, kennt ihre Gesichter?" Diese Erinnerung schwinde mit jedem Jahr. Er selber ärgere sich, dass er viel zu wenig über diese Menschen wisse, "die unsere Mitbürger waren". "Was können wir heute tun?" Über den zeitlichen Abstand hinweg schaffe man mit diesen Gedenktagen Nähe zu ihnen. Diese Nähe sei gerade jetzt am Kriegerdenkmal zu spüren. Menschen, die nicht vergessen wollten, hätten diesen Zug begleitet und sich an diesem Ort eingefunden. Doch sei der Volkstrauertag gleichzeitig Mahnung für die Zukunft. Als Zeichen der Verbundenheit legte Otto Storbeck im Namen der Stadt einen Kranz am Ehrenmal nieder.

Nur Verlierer

Pfarrer Adolf Schöls sagte, dass ein Krieg nur Verlierer kenne. Leider sei auch der Glaube für eine Ideologie missbraucht worden, erinnerte der Geistliche besonders an die Schrecken des Dritten Reiches, die eine fehlgeleitete Begeisterung beinhaltet habe. Für die vielen Opfer dieser Vergangenheit, aber auch der gegenwärtigen Opfer wolle man beten.

Das gemeinsame Gebet galt auch der Bitte, dass der Mensch die Einsicht gewinnen möge, Krieg und Gewalt könnten nicht die Lösung sein. Die Stadtkapelle spielte das Lied vom "Guten Kameraden". Sie und der Kirchenchor hatten die Feierlichkeiten musikalisch begleitet. Danach wurde in der Pfarrkirche der Gottesdienst gefeiert.
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