Farbe im Kinderwagen

Die Besitzerin der Kunstgalerie "horst", Ellen Lankes-Schmatz (Zweite von rechts) und die Mitorganisatorin der Ausstellung, Künstlerin Renata Heimerl (rechts) hießen Claus Böhle und dessen Frau Julia (links) willkommen. Noch bis 15. November sind die Bilder von Claus Böhle ausgestellt. Bild: sir
Lokales
Nittenau
24.10.2014
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Er kam sehr früh mit der faszinierenden Malerei in Berührung und bietet heute Einblicke in verschiedene Genres. In der Kunstgalerie "horst" kann sich der Besucher mit ausgewählten Werken von Claus Böhle befassen.

Landschaften, die unterschiedliche Stimmungen ausdrücken und Szenen aus dem Leben gegriffen - all das hat Claus Böhle in seinen Bildern festgehalten. Er präsentierte bei einer Vernissage 37 seiner Werke in der Kunstgalerie "horst".

Viel Interpretationsraum lassen die Bilder, die teils impressionistisch, teils glasklar auf den Betrachter warten. "Morgenstimmung im Winter", "Fluss Regen im Herbst", "Blühende Frühlingswiese" - diese Landschaftsbilder laden zum Träumen ein. Claus Böhle ist ein Mensch, der, wie viele Künstler, ihre Umgebung Tag für Tag genauer betrachten und durch ihre besondere Begabung, diese Eindrücke festhalten, so wie beispielsweise die "Lesende im Garten", eine Szene von "Berlin Alexanderplatz" oder den "Oktoberfestzug".

Geschwister portraitiert

Claus Böhle besticht aber auch durch die Porträts, die er von einer Bekannten gemalt hatte. Ellen Lankes-Schmatz, Besitzerin der Galerie "horst", hieß den Künstler und dessen Frau Julia willkommen. Böhle erzählte, dass er bereits als Kind die Liebe zur Ölmalerei entdeckt habe.

Geprägt wurde er dadurch, dass sein Vater beim Sonntagsspaziergang seine Malutensilien kurzerhand bei ihm im Kinderwagen deponiert hatte. Ihm sei so buchstäblich die Liebe zur Malerei "in die Wiege gelegt worden". Sein Vater sei nach dem Krieg als freischaffender Künstler tätig gewesen. Er selbst habe dann als Kind bereits mit den Ölfarben herumexperimentiert. "Ich liebte die cremige Textur und schmierte sie an die Wände", erzählte er. Noch im Kindesalter porträtierte Böhle seine jüngeren Geschwister. Auch heute noch empfinde er die Portrait-Malerei als Herausforderung.

Die erste im Landkreis

Claus Böhle kam 1947 in München zur Welt und fungierte seit 1974 als Kunstlehrer am Robert-Schumann-Gymnasium in Cham. Vor etwa 20 Jahren war er auch ein halbes Jahr am Nittenauer Regental-Gymnasium tätig. Die Ausstellung in der Galerie "horst" ist seine erste im Landkreis Schwandorf.

Heute lebt Claus Böhle im ehemaligen Schulhaus in Balbersdorf und hat dort sein Atelier. Noch bis zum 15. November ist diese Ausstellung während der Öffnungszeiten der Galerie, am Freitag von 13 bis 18 Uhr und am Samstag von 12 bis 17 Uhr zu sehen. Die nächste Ausstellung "Grenzwelt" von Martina Altmann ist für den 20. November geplant.
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