Fit für Kindergarten-Start

Lokales
Nittenau
06.08.2015
17
0

Der Übergangs-Kindergarten im alten Gymnasium nimmt Gestalt an. Besonders der große Gruppenraum hat es der künftigen Leiterin Andrea Ludwig angetan. Ein ehemaliger Nittenauer Kaplan hilft bei der Einrichtung, erfuhr der Bauausschuss am Dienstag.

Der Bauausschuss des Stadtrates machte sich ein Bild von den Umbaumaßnahmen im alten Gymnasium an der Fischbacher Straße. Hier wird im September der Übergangskindergarten eröffnen, vorerst mit einer Gruppe. Zwei sind genehmigt. Platz wäre also für rund 50 Kinder, Anmeldungen gibt's bereits. Der Neubau des Kindergartens auf dem Schulgelände an der Bodensteiner Straße ist laut Finanzplan für das kommende Jahr vorgesehen. 1,2 bis 1,4 Millionen Euro sind dafür kalkuliert. Aber auch das Provisorium kann sich sehen lassen.

Aus Hohenfels

Bürgermeister Karl Bley und Stefan Meier vom Hochbauamt erläuterten den Umbau. Neue Böden, neue Fenster, Verkleidung der Heizkörper, eine komplett neue WC-Anlage: Die Sanierung ist schon weit fortgeschritten. Träger des Kindergartens wird das BRK sein. Besonders der große Gruppenraum gefällt der künftigen Leiterin Andrea Ludwig. Denn die gültigen Raumprogramme geben solche Flächen nicht mehr her. Auch Möbel sind schon da: Sie stammen aus einem kirchlichen Kindergarten in Hohenfels. Den Kontakt hat Andrea Ludwig hergestellt. Und der Pfarrer in Hohenfels ist in Nittenau ein alter Bekannter: Udo Klösl war einst Kaplan in der Stadt.

Rund 60 000 Euro gibt die Stadt für die Übergangslösung aus. Dazu gehört auch der Garten zum Regen hin. Der neue Zaun ist schon aufgestellt, der Rasen angesät. Sandkiste und Spielgeräte fehlen noch. Auch an der Treppe zum Vordereingang muss noch gearbeitet werden.

Im Sitzungssaal warteten zwölf Bauanträge auf den Ausschuss. "Es tut sich was in Nittenau," sagte Karl Bley. Die Anträge von Marco Soru (Aufstockung einer Garage), Bernd Rauch (Garagen), Marco Kartini (Nebengebäude), Florentine Wolf und Ariane Hisch (Wohnhaus mit Carport) sowie Alexander Bergler (Zweifamilienhaus) wurden gebilligt. Christian Schmidhuber und Julia Mayer planen ein Einfamilienhaus, das Einvernehmen wurde ebenso erteilt wie für den Anbau, den Klaus Enslin in Überfuhr plant. Johann Ott aus Brunn will den Stall am elterlichen Hof künftig für ein Sanitär- und Heizungsbaugewerbe nutzen. Auch das fand das Einverständnis des Ausschusses, ebenso der Antrag von Philipp Thiel (Carport).

Eine Kleinkunstbühne

Als "zusätzliche Attraktion für Nittenau" wertete Bley das Vorhaben von Sonja Götzer, die ihre Ausstellungsräume an der Wulkersdorfer Straßekünftig auch als Gasträume nutzen will. Hier könnte sich eine Kleinkunstbühne etablieren. Auch ein kleiner Biergarten ist vorgesehen. Die Genehmigung erfolgte einstimmig (Werner Götzer und Jürgen Kuprat stimmten nicht mit ab).

Mit 6:5 Stimmen abgelehnt wurde der Antrag der Firma "Stilvolles Wohnen Walter GmbH". Auf einem Grundstück unmittelbar neben dem Schlingmannareal sollten zwei reine Wohnhäuser entstehen. Reinhard Fohringer vom Bauamt verwies allerdings darauf, dass bei einer Genehmigung für reine Wohnhäuser im Mischgebiet Probleme entstehen könnten. Das Vorhaben wäre ein Präzedenzfall, auch auf den Nachbarparzellen wäre dann reines Wohnen ohne Gewerbeanteil möglich.

Im Extremfall könnte das bedeuten, dass für "Krones" im benachbarten Gewerbe- und Industriegebiet strengere Lärmrichtwerte festgesetzt würden. Das gelte es zu verhindern, zumal der Stadt eventuell sogar Regresszahlungen drohen würden. Der Mischgebiets-Charakter bleibt erhalten, wenn in einem Baugebiet Wohnen und nichtstörendes Gewerbe wie Handwerker oder Dienstleister etwa 50 zu 50 verteilt sind.

Bürgermeister Bley versuchte eine Brücke dahingehend zu bauen, nur ein Wohnhaus zu genehmigen und die zweite Hälfte des Grundstücks für eine potenzielle Gewerbenutzung frei zu halten. Die Mehrheit sah das anders. Johann Frimberger (SPD) wandte ein, der Bauwerber habe von den Vorgaben gewusst, als er das Grundstück gekauft habe. Dafür, sie auszuhebeln, sah er keinen Grund. Willi Sturm (CSU) plädierte dafür, dem Vorschlag Bleys zu folgen und dem Bauwerber entgegen zu kommen. Der Antrag auf das zweite Wohnhaus auf dem Grundstück wurde mit 9:2 Stimmen abgelehnt.

Einstimmig gebilligt wurde dagegen das Vorhaben von Andreas Schmidhuber. Er will im "Hirschenbleschen" eine Lagerhalle für Autoteile samt Büro bauen.
Weitere Beiträge zu den Themen: August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.