Fragen füllen Block

Bürgermeister Karl Bley stand den Senioren Rede und Antwort. Bild: sir
Lokales
Nittenau
19.09.2015
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"Senioren löchern den Bürgermeister": Dieses Angebot ließ sich eine Vielzahl von älteren Bürgern aus Nittenau und den Ortsteilen nicht entgehen. Fragen und insbesondere Anregungen füllten im Laufe der zwei Stunden den Block des Rathaus-Chefs.

30 Senioren hatten sich im Sitzungssaal des Rathauses eingefunden, darunter Mitglieder des Seniorenbeirats. Dessen Vorsitzender Michael Müller freute sich ebenfalls über die hohe Resonanz an Teilnehmern. Kaffee, Kuchen und Erfrischungsgetränke sorgten für eine entspannte Atmosphäre, auch bei kritischen Themen. Schwerpunktmäßig konzentrierten sich die Fragen auf die Nutzung der Angerinsel. Karl Bley antwortete, dass es Ideen gebe, die finanzielle Ausgestaltung noch offen sei. Nittenau habe sich mit einer Arbeitsgemeinschaft von insgesamt 20 Kommunen für ein europäisches Förderprogramm beworben.

Wohnraum schaffen

Realisiert werden solle auf der Angerinsel ein "integriertes Wohnen", das drei Punkte beinhalte: Senioren-Single-Wohnungen, betreutes Wohnen für Behinderte und Wohnungen für alleinerziehende Mütter mit Kindern. Das bestehende Gebäude werde untersucht, ob es nutzbar sei. Entstehen solle auch ein Gebäude mit der Bezeichnung "Haus des Flusses", das dem Regen gewidmet sei. Dieses diene als Alleinstellungsmerkmal für Nittenau. Nachholbedarf bestehe bei den Übernachtungen. Hier auf der Angerinsel könnten sogenannte "Hostels" entstehen. Damit werde der Nachfrage nach einfachen Übernachtungsmöglichkeiten entsprochen. Auch dieses sei bei der Bewerbung für das europäische Förderprogramm enthalten.

Angesprochen wurden die Schlaglöcher in Fischbach und vor allem die verfallenden Gebäude in der Ortsmitte. Bley entgegnete, dass vonseiten der Verwaltung Vorschläge entwickelt wurden, wie man die Ortsmitte mit Leben erfüllen könne. Das Dorfladen-Konzept habe keine Mehrheit im Stadtrat gefunden. Dies gelte auch für den Ökonomiehof.

Ensembleschutz

Die Straßen alleine könnten schon gerichtet werden, so Bley, aber nur mit der Beteiligung der Bevölkerung. Auf Nachfrage erklärte Bley, dass das Schreiner-Haus in Fischbach zwar nicht unter Denkmalschutz, aber zusammen mit der Kirche und weiteren Gebäuden unter Ensembleschutz stehe.

Das Thema Asyl brachte Bedenken und Ängste an die Oberfläche. "Zwangseinweisungen wie nach dem Krieg gibt es Gott sei Dank noch nicht", antwortete der Bürgermeister. Die Turnhalle des Regental-Gymnasiums stehe zwar auf dem Notfallplan, derzeit sei die Lage aber nicht akut, da der Landkreis noch über andere Möglichkeiten der Unterbringung verfüge. Nur der vordere Teil der ehemaligen Geflügelschlächterei werde umgebaut, antwortete Bley auf die entsprechende Frage. Entstehen sollen dort 20 Appartements und zwölf Einzelunterkünfte. In Nittenau seien derzeit 23 Personen aus Syrien und aus dem Irak untergebracht. Das Landratsamt habe Privatquartiere angemietet.

Zwei Drogeriemärkte

Die neue große Regenbrücke werde eine "Drei-Felder-Brücke", höher gebaut und zum Ausgleich mit einem Brückenbogen versehen. Umgesetzt werden solle dies bis 2018, so Bley. Mit eingeschlossen sei dabei auch der technische Hochwasserschutz. Die Senioren erfuhren, dass es in Nittenau zwei Drogeriemärkte geben werde. Bis Ende des Jahres werde das BayWa-Gebäude abgebrochen, die Regentalstraße umgebaut. Der zweite Drogeriemarkt entstehe in Bergham auf dem Schlingmann-Gelände.
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