Freude am Singen spürbar

Die jüngsten Teilnehmer aus den fünften, sechsten und siebten Jahrgangsstufen bezauberten mit ihren Stimmen. Bilder: Schieder (3)
Lokales
Nittenau
24.03.2015
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Getragen von der Welle Bedrich Smetanas "Die Moldau" und weiterer klassischer und populärer Chormusik erlebten die Besucher ein grandioses Konzert. Jene, die kaum ein musikalisches Ereignis auslassen, erwarteten mit Spannung etwas, das nicht im Programmheft stand.

Die Aula des Regental-Gymnasiums konnte die vielen Konzertbesucher kaum fassen. Eiligst wurden weitere Stühle herbeigeschafft. Ewald Frieser, Mitarbeiter im Direktorat, freute sich über den überwältigenden Ansturm. "Ich darf Sie einladen zu einem spannenden Abend". Und er hatte nicht zu viel versprochen. Der Schulchor, der Oberstufenchor und das Schulorchester sowie Schüler der Gesangsklassen 5b, 6b, 6c und 7bc standen unter der Leitung von Dr. Wolfgang Wagner. Als Moderatoren führten die beiden Schüler Anna Heinrich und Maximilian Müller durch den Abend. Sie kündeten die Beiträge an, stellten dabei einige der Komponisten vor, wussten einiges zu den Werken zu sagen.

"I have a Dream"

Den ersten Teil bestimmte die Klassik, bei der die Akteure im meist vierstimmigen Schulchor ihr Können bewiesen. Dabei wurden sie teilweise am Klavier von ihren Schulkameraden begleitet, wie beispielsweise bei "Die Wildente" von Leos Janacek. Doch auch die Jüngsten in den fünften und sechsten Jahrgangsstufen bereiteten dem Publikum viel Vergnügen, zeigten, wie "Regentropfen" von Peter Eben klingen können. Das Schulorchester bildete den Abschluss des ersten Teils mit "Die Moldau" von Bedrich Smetana. Im zweiten Teil gab man den zeitgenössischen Komponisten den Vorzug. "I have a Dream" von Mary Donnelly - wer denkt dabei nicht an die Worte von Martin Luther King? Sehnsucht nach Urlaub in wärmeren Gefilden kam auf bei "Perfekte Welle" von Simon Triebel und Andreas Herde. Witzig nahm sich der "Ba-Ba-Banküberfall" von Gerhard Breit aus, einst gesungen von der "Ersten allgemeinen Verunsicherung". Hier glänzte Maximilian Müller mit seinem Bariton-Solo.

Fast am Ende des offiziellen Programms angelangt war es Zeit, die traditionelle Verabschiedung einzuläuten. Dr. Wolfgang Wagner sagte, dass von derzeit 45 Chormitgliedern nun 15 die Schule und damit den Chor verlassen. "Das ist jedes Mal ein bitterer Schlag für mich." Einige von diesen Schülern hatten nicht nur mit ihren Stimmen den Chor bereichert, sondern auch im Orchester mitgewirkt. Mit Präsenten dankte er ihnen für ihr Engagement. Doch auch diese hatten für Dr. Wagner ebenfalls Überraschungen parat, in Form von Geschenken und einem zum Anlass passenden Lied: "Don't worry, be happy" mit Hintergrund-Musik "Der Wolfi".

Nichts verlernt

Der Applaus war den Chören und ihrem Leiter sicher. Zugabe-Rufe wurden laut. Dr. Wolfgang Wagner bat dazu alle ehemaligen Chorleute unter dem Publikum auf die Bühne. Diese bewiesen, dass sie nichts verlernt hatten, als sie "Good night Sweetheart" zum Besten gaben. Eine ehemalige Schülerin hatte bereits auf dem Weg zu ihrer früheren Bildungsstätte gesagt: "Ich freue mich, dass ich die anderen wiedersehe." Diese Freude war beim gemeinsamen Singen spürbar.
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