Geisterzeit und Krimi-Dinner

Seit über 30 Jahren geschieht im Regental im Sommer Mystisches. Der tragische Ritter in Hof am Regen, der Hexensabbat in Stefling und die Bierpanscher-Bannung am Fuß der Burg Stockenfels fasziniert Jahr für Jahr die zahlreichen Besucher. Archivbild: Mayer
Lokales
Nittenau
17.05.2015
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Die Saison der Hexen und Geister im Regental zu Nittenau ist nicht mehr weit entfernt. Einen ersten Vorgeschmack gab es bei der Versammlung des Theater- und Festspielvereins. Dabei wurde mit Blick auf die Vorstellungen 2015 das letzte Geheimnis gelüftet.

Vorsitzender Albert Meierhofer ist rundum zufrieden und das zu Recht. Bei seinem Rückblick im Gasthof Jakob erinnerte er an die drei Geisterwanderungen im vergangenen Jahr mit etwa 1300 Besuchern, den Jahresabschluss mit Krimi-Dinner, das Starkbierfest in Muckenbach, die Theatertage in Muckenbach und die Gestaltung der Walpurgisnacht. Aus dem Krimi-Dinner sei zwischenzeitlich ein Exportschlager geworden, freute sich der Sprecher.

100 000 Euro investiert

Seit zehn Jahren sind Meierhofer und die meisten Vorstandsmitglieder im Amt. Dies nahm der Vorsitzende für einen umfassenden Rückblick zum Anlass. Vieles habe sich getan, beginnend von der Schaffung einer einheitlichen Werbelinie über Änderungen im Erscheinungsbild der Geisterwanderung bis hin zu umfassenden Beschaffungen. Insgesamt seien knapp 100 000 Euro investiert worden. Meierhofer dankte in diesem Zusammenhang der Stadt, die mit dem Bauhof viel leiste, dem Landratsamt und dem Bezirk für Zuschüsse. Ein besonderer Dank galt den Mitgliedern und Aktiven, die jedes Jahr Außergewöhnliches leisteten.

Zweite Vorsitzende und Theater-Chefin Franziska Meißel bezog in ihren Dank auch die Akteure in Stefling und Marienthal ein, beginnend von der Gräflichen Familie über die Feuerwehren und die Wasserwacht bis hin zum Busunternehmen und die Zillenfahrer. Auch heuer sei das Theaterstück sehr gut angekommen. Die neuen Darsteller hätten ebenfalls gut agiert. Kassiererin Margareta Breuer präsentierte eine gute Finanzlage, von Revisorin Tina Schmidt kam ein dickes Lob für die saubere Führung der pekuniären Geschäfte. Den Reigen der Spielortverantwortlichen eröffnete Sissy Vohburger für Stockenfels. Sie freute sich besonders über die weitere technische Aufrüstung. Heinz Kinskofer zeigte sich mit dem Ablauf in Hof am Regen ebenso zufrieden wie Manuela Kulzer, Verantwortliche für das Hexenspiel in Stefling. Technik-Leiter Dieter Heigl erläuterte Details zur akustischen und pyrotechnischen Ausrüstung. Für den Verkauf ist Martina Meierhofer verantwortlich. Sie brachte einige Verbesserungsvorschläge, die umgesetzt werden sollen.

Der Schirmherr

Die über 30-jährige Tradition der Geisterwanderung hob Bürgermeister Karl Bley hervor. Das Spiel im Regental begeistere die Besucher nach wie vor. Rund 80 Mitglieder des Vereins sorgten vor und hinter den Kulissen für den reibungslosen Ablauf. Die Kontinuität bürge für Qualität.

"100 000 Euro zu generieren, ist kein Pappenstiel", lobte Bley, der auch die enormen Eigenleistungen des Vereins hervorhob. Das Geld werde auch für die Stadt ausgegeben. "Ihr seid Garanten für qualitätsvolle Veranstaltungen das ganze Jahr über", schloss Bley.

Und dann ließ der Vorsitzende die "Katze aus dem Sack". Die Geisterwanderung braucht jedes Jahr einen Schirmherrn oder eine Schirmherrin. In 2015 wird dem Bezirkstagspräsidenten und Chamer Landrat, Franz Löffler, diese Aufgabe angetragen. Über die Bühne geht das Schirmherrenbitten am 6. Juni in Regensburg.
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