Gut beschirmt im Regental

Franz Löffler (rechts) hörte genau zu, als Vorsitzender Albert Meierhofer auf einem Holzscheit knieend die Bitte des Theater- und Festspielvereins vortrug. Bild: Mayer
Lokales
Nittenau
10.06.2015
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Seit 33 Jahren sind die Hexen und Geister bei ihrem Wanderfestspiel zu den Burgen unterwegs. Weit über 1000 Besucher erfreuen sich jährlich an den Aufführungen, darunter der Schirmherr. Auch 2015 wird diese wichtige Aufgabe wahrgenommen.

Sie hatten vorgesorgt. Mitglieder des Theater- und Festspielvereins machten sich am Dienstag auf den Weg nach Regensburg, um bei Bezirkstagspräsident Franz Löffler vorzusprechen. Natürlich geschah dies in stilechter Kostümierung. Die Hexen waren dabei und auch ein Pater, seines Zeichens Exorzist zu Stefling, begleitete die Delegation, die vom Vorsitzenden Albert Meierhofer und Bürgermeister Karl Bley angeführt wurde.

Schutz vor Ungemach

Die mitgebrachten Präsente, vom Hexenbesen bis zum Geschenkkorb mit Geisterbier und Hexenschnaps, sollten ihre Wirkung nicht verfehlen. Im Festsaal kam Meierhofer auf einem Holzscheit knieend gleich zur Sache. Er schilderte dem "hochwohlgeborenen Bezirkstagspräsidenten der Oberen Pfalz in Bayern" das Anliegen des Vereins und bat ihn um die Übernahme der Schirmherrschaft für die Geisterwanderung. Als Gegenleistung avisierte er "den Schutz vor Ungemach, Hexenschuss und Beschwer". Franz Löffler schlug ein und freute sich auf seine Aufgabe. 33 Jahre Festspiel am Stück sei eine "tolle Sache", die viel über das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen in Nittenau aussage. Es werde eine identitätsstiftende Aktion gepflegt und die Geschichte in Erinnerung gehalten. Die Art des Festspiels firmiere unter dem Prädikat Alleinstellungsmerkmal.

Dass dies hier, wie auch an vielen anderen Orten in der Oberpfalz, ausschließlich durch Ehrenamtliche geleistet werde, verdiene allergrößten Respekt, so Löffler. Insofern sei die Förderung des Bezirks für Festspiele mit jährlich 35 000 bis 40 000 Euro gut angelegtes Geld.

Präsent der Stadt

Ein besonderer Gruß an den neuen Schirmherrn kam von der Stadt. Bürgermeister Karl Bley überreichte Löffler ein Präsent, verbunden mit dem Dank für die Übernahme dieses wichtigen Amtes. Im Anschluss wurde bei einer Brotzeit die Thematik vertieft.

Franz Löffler wird zur zweiten Geisterwanderung am 1. August kommen. Bei der Premiere am 11. Juli ist er verhindert. Den Abschluss findet die Geistersaison 2015 mit der Vorstellung am 5. September.
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