Gut für beide Seiten

Die belgischen Austauschschüler fühlen sich wohl bei ihren Gastfamilien. Begleitet werden sie von ihren Lehrkräften. Rektorin Petra Weindl hatte sie willkommen geheißen. Bild: Schieder
Lokales
Nittenau
26.09.2015
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1989 sind Patrick Kress, Lehrer in Belgien, und Frank Krönes, Französischlehrer am Regental-Gymnasium (RTG) Nittenau, zufällig in München aufeinandergetroffen. Daraus entwickelte sich ein reger Schüleraustausch, bei dem sich die jungen Leute kennen und verstehen lernen.

Die Kontakte reichen weit über die Sprache hinaus, denn es geht auch um die Besonderheiten der Kulturen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Für Patrick Kress ist es der letzte offizielle Aufenthalt als Lehrer, denn nach diesem Schuljahr begibt er sich in den Ruhestand. Im Gespräch erinnerte er sich an die Anfänge zurück. Zunächst waren die Gymnasiasten aus dem RTG zu Besuch in Belgien, ohne Gegenbesuch. Im Laufe der Jahre hat sich dann aber eine Partnerschaft zwischen den Schulen Institut Cardijn-Lorraine in Athus und der Communaute Scolaire Saint Benoit in Habay-La-Neuve entwickelt. 35 Schüler kamen diesmal, die bei Gastfamilien untergebracht wurden. Sie kennen sich bereits, denn die Nittenauer waren bereits bei ihnen in Belgien zu Gast.

Die 16- und 17-jährigen Schüler besuchen die elfte Klasse in ihren Schulen. Die meisten der belgischen Schüler lernen seit zwei Jahren Deutsch. Und falls es doch zu Verständigungsproblemen kam, standen ihnen ihre Lehrer zur Seite, neben Patrick Kress Catherine Pierre und Valérie Naisse. Das Bayerische ist schwieriger, so die einhellige Meinung. Das Essen sei gut. "Bier" wollen sie als Geschenk mit nach Hause nehmen. Und ein FC-Bayern-Trikot hat auch einer im Gepäck. Diesen Fußballverein finden sie toll. Sport treiben sehr viele von ihnen, neben Fußball auch Schwimmen und Basketball sowie Klettern.

Für den Frieden

Dass Austauschprogramme wichtig sind, darüber herrscht Einigkeit. Denn dadurch lerne man die deutsche Kultur kennen, finde neue Freunde. Auch für das Arbeiten im europäischen Raum seien diese Kenntnisse von Bedeutung und nicht zuletzt für den Frieden. Den Kontakt wollen sie aufrechterhalten, die sozialen Netzwerke erleichtern dies. Die Leute seien freundlich.

Die belgischen Lehrer seien strenger, sagen sie, diese forderten mehr Disziplin ein. Die Gäste unternahmen während ihres Aufenthalts Ausflüge, so auch in die Landeshauptstadt, die per Schnitzeljagd erkundet wurde.
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