Guter Dienst an der Umwelt

Das ehemalige Bleicher Deponiegelände erfährt in den nächsten Monaten die endgültige Rekultivierung. Dazu gab es einen Ortstermin. Bild: Mayer
Lokales
Nittenau
23.04.2015
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40 Jahre sind ins Land gegangen, und nun kommen die Bagger zum Einsatz. Die ehemalige Hausmülldeponie bei Bleich wird rekultiviert. Der Weg dorthin war nicht einfach.

Bürgermeister Karl Bley blickte am Donnerstag im Beisein der Vertreter von Behörden, Sachverständigen und Bauausführenden auf die Geschichte der Deponie zurück, die bis zur Gebietsreform von der ehemaligen Gemeinde Bleich betrieben wurde. 1980 erfolgte die Abdeckung mit Erdaushub. Bis 1998 wurde die Fläche landwirtschaftlich genutzt. Dann kam die Untersagung, und seither liegt das Areal brach.

Großer Zuschuss

In der zurückliegenden Zeit gab es laut Bürgermeister ausgiebige Verhandlungen mit den Fachstellen und Behörden, waren das Wasserwirtschaftsamt, das Landratsamt und die Regierung involviert. Ihnen dankte er für die gute Kooperation und vor allem der Gesellschaft zur Altlastensanierung in Bayern (GAB). Sie steuere zu den Gesamtkosten in Höhe von etwa 300 000 Euro das Gros in Form eines Zuschusses bei. Die Stadt müsse rund 85 000 Euro stemmen. Bley dankte auch den Grundstücksnachbarn, die in das Vorhaben eingebunden seien.

Die Firma Seebauer aus Schwarzhofen ist mit der Umsetzung der Maßnahme betraut. Auf der etwa 6200 Quadratmeter großen Deponiefläche werden rund 3500 Quadratmeter Oberboden abgetragen und etwa 1000 Kubikmeter Deponiematerial entfernt. Im Anschluss erfolgt die Auffüllung mit mehreren Schichten, darunter mit Lehm. Mit Gras angesät, steht die Fläche schließlich als Grünland zur Verfügung. Seit 1998 existiert am Gelände eine Grundwasser-Messstelle, und vor Projektbeginn wurde die Deponie gründlich untersucht.

Bei der Bauphase selbst ist die Eigen- und Fremdüberwachung im Einsatz. Als Zeitfenster für die Rekultivierung wurden zwei Monate genannt. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Bereits abgeschlossen ist bekanntlich die Sanierung der Deponie bei St. Martin.
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