Hinweise der Stadt zur Sammlungspraxis im Recyclinghof - Gefahrgut
Elektrogeräte und Batterien

Lokales
Nittenau
28.01.2015
12
0
Die Stadt verweist in einer Mitteilung auf den Betrieb der Recyclinghöfe sowie die Auswirkungen des Gefahrgutrechts auf die Sammlung und den Transport von Elektroaltgeräten. Bei der Sammlung und Erfassung von Elektroaltgeräten fielen zunehmend Stoffe an, die als Gefahrgut gelten. Hierzu zählten auch Lithiumbatterien und -akkus.

Das aktuell praktizierte Sammel- und Erfassungssystem für Elektro- und Elektronikaltgeräte entspreche nicht den Regeln des europäischen Übereinkommens über die Internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (ADR), das in diesem Punkt nicht mit dem Elektrogesetz übereinstimme, heißt es in der Verlautbarung.

Transporte von EAG, die Lithiumbatterien oder -zellen enthielten, dürften nicht in loser Schüttung in Abrollcontainern, Absetzmulden und Depotcontainern erfolgen. Transporte seien nur zulässig, wenn diese Geräte und Batterien gemäß der entsprechenden Anweisung verpackt seien. Verantwortlich für die Einhaltung der Vorschriften seien Befüller und Transporteure der Behälter sowie die Personen, die Transporte und die vorherige Befüllung veranlassten. Eine Übertragung der Pflichten des Befüllers auf andere, wie auf den Entsorger, der Material an der Sammelstelle übernehme, sei nicht vorgesehen. "Öffentlich-rechtliche Entsorger sind laut Gesetz zur Bereitstellung von Elektroaltgeräten in Behältern verpflichtet und somit Befüller im Sinne des europäischen Übereinkommens", so die Verwaltung.

Die Kunststoffbox

Der Landkreis Schwandorf sehe sich deshalb in Abstimmung mit den beauftragten Entsorgungsunternehmen zu folgenden Vorgehen im Umgang mit Elektroaltgeräten veranlasst: Auf den Recyclinghöfen des Landkreises werde kurzfristig zusätzlich eine Kunststoffbox mit Deckel aufgestellt. Diese sei mit dem Aufdruck "Lithiumbatterien zum Recycling" beschriftet. In dieser Box müssten alle Elektrokleingeräte, die Batterien oder Akkus enthalten, gesammelt werden. Dies seien insbesondere mobile Kommunikationssysteme (Laptops, kabellosem elektrische Werkzeuge, Garten- und Haushaltsgeräte wie Akku-Bohrmaschinen, Akku-Staubsauger, Akkuschrauber). Dazu gehörten somit auch alle diejenigen Elektrogeräte, die während des Betriebes nicht unmittelbar mit einem Kabel an das Stromnetz angeschlossen seien (Elektro-Rasierer, Elektro-Zahnbürste mit Ladestation). Ausgebaute Batterien und Akkus (ohne Gerät) würden nicht angenommen.

Nachsortierung

In die bisherigen Sammelbehältnissen für Elektrokleingeräte, die sich bereits auf den Wertstoffhöfen befänden, dürfe kein Elektroaltgerät mit Akku eingefüllt werden, da sonst eine Abholung/Transport nicht mehr möglich sei.

Sollte bei der Abholung festgestellt werden, dass sich in diesen Behältern Elektrokleingeräte mit Akkus befänden, werde eine Nachsortierung durch die jeweiligen Recyclinghofmitarbeiter vor Ort notwendig. Der Behälter jedenfalls werde nicht transportiert.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7957)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.