Historie bewahren

Lokales
Nittenau
06.02.2015
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Noch einmal drehte sich alles "rund um die Uhr". Diese Sonderausstellung wird nachwirken. Explizit gedankt wurde einer Frau, die mit ihren Mitarbeitern auch heuer interessante Exponate präsentieren wird.

Bei der Mitgliederversammlung des Vereins zur Förderung des Stadtmuseums, der Denkmalpflege und der Heimatkunde gab es im Stadtcafé neben der Rückschau auf die vergangene Saison einen detaillierten Blick auf 2015, vor allem in Bezug auf die Sonderausstellung "Kindheit und Jugend in Kriegs- und Nachkriegszeit".

Turmuhr von 1889

Vorsitzender und Bürgermeister Karl Bley berichtete, dass nach fünf Eintritten und drei Sterbefällen der Mitgliederstand 69 Personen betrage. 40 von ihnen seien für den Museumsdienst eingeteilt gewesen. Bley dankte ihnen für die Übernahme der Aufsichtsdienste. Sowohl er, als auch Museumsleiterin Carolin Schmuck, riefen die Veranstaltungen zur letztjährigen Sonderausstellung ins Gedächtnis.

So erinnerte die Sprecherin an die Restaurierung der Turmuhr von 1889 durch Günter Schuierer, eingebettet in die Sonderausstellung "Rund um die Uhr". Die insgesamt 1311 Besucher, davon 573 Kinder, konnten sich einen Überblick über Uhren und deren Bedeutung im Alltag verschaffen. Mehrere Vorträge seien angeboten worden, es habe Museumsführungen für Erwachsene gegeben. Etwa 20 Schulklassen und vier Kindergartengruppen besuchten laut Schmuck die Ausstellung. Sie beinhaltete auch das Uhrenwerk der Kirche in Fischbach. Schmuck erstellte zudem Blätter zur Ortsgeschichte. Ganz neu, so die Sprecherin, sei ein solches Blatt für Kinder. Dieses enthalte Informationen zum alten Schulhaus am Kirchplatz.

Fragen zum Krieg

"Ich befinde mich ständig im Umbau", schilderte sie das Arbeiten im Depot. Vor einigen Jahren sei die Umstellung der Datenbank für Museen erfolgt, ähnlich dem Archivsystem. Möglich geworden sei die Revision nun mit dem Bezug eines endgültigen Standorts durch den Platzgewinn im Dachgeschoss. Die Revision stehe unter dem Zeichen der kommenden Ausstellung. Im März werde ein Praktikant des Regental-Gymnasiums dabei helfen.

Seit Mitte des Jahres 2014, so Schmuck, liefen die Vorarbeiten für die Sonderausstellung "Kindheit und Jugend in Kriegs- und Nachkriegszeit". Bereits am 2. Oktober habe ein Fragen-Nachmittag mit Schülern des Gymnasiums stattgefunden. Teilgenommen habe damals noch Max Götzer, der den Neuntklässlern die NS-Zeit in Nittenau aus seiner Sicht schilderte. Er sei neben Josef Rothbauer und Hans-Georg Heigl einer der drei verstorbenen Mitglieder, denen die Anwesenden gedachten.

Für das Jahr 2016 kündigte sie das Sonderthema "Hüte!" an, das Teil eines Kooperationsprojekts verschiedener Museen mehrerer Landkreise unter dem Motto "Phänomen Tracht" sei.
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