Im Alter von 85 Jahren schwerer Krankheit erlegen - Den Menschen viel gegeben
Stadt trauert um "Original": Max Götzer verstorben

Max Götzer wird in bester Erinnerung bleiben. Bild: Mayer
Lokales
Nittenau
05.12.2014
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"Hauptsach', de Leit g'fallts", sagte er schmunzelnd und stimmte auf seiner "Quetschn" das nächste Lied an. Und die Menschen sangen begeistert mit. Max Götzer steckte mit seiner Lebensfreude förmlich an. Dass dies nun der Vergangenheit angehört, ist kaum zu begreifen, wenngleich viele um seine schwere Krankheit wussten. In der Nacht zum Donnerstag verstarb der Max in der Palliativstation der Barmherzigen Brüder in Regensburg.

In Nittenau herrscht tiefe Trauer. Die Stadt hat einen Bürger verloren, der sich in vielen Vereinen und Organisationen engagierte, der immer zur Stelle war, wenn Hilfe gebraucht wurde. Unvergessen bleiben seine Auftritte im Fasching. Diese "Jahreszeit" hat der Max sehr geliebt und vor allem das Weiberkomitee konnte sich auf ihn verlassen. Er gehörte als musikalischer Begleiter einfach dazu, sei es beim "Sturm aufs Rathaus" oder bei den Faschingszügen.

Max Götzer hatte sich zeitlebens auch dem Sport verschrieben. Als Urgestein des TSV und exzellenter Turner in jungen Jahren sorgte er für Aufsehen, nahm sich auch der Fitnessschulung an. Dem Freizeitsport räumte er ebenfalls breiten Raum ein. Zuverlässig kümmerte er sich vom Frühjahr bis Oktober mit seinen Kollegen um die Abnahme des Sportabzeichens auf dem Platz des Regental-Gymnasiums. Für sein Engagement erhielt Götzer hohe Auszeichnungen des TSV und des BLSV. Als überzeugter Sozialdemokrat war Max Götzer Stammgast bei den Versammlungen seiner Partei und nahm zuletzt die Ehrung für seine 50-jährige Treue entgegen. Stolz war der Verstorbene auch auf die Bezeichnung "Trödler-Max". Mit seinem Laden in der Scheune am Unteren Torweg wurde er endgültig zur "Institution". Hier konnten die Besucher alte Bücher oder Platten erwerben, wechselte so mancher antiquierte Gegenstand den Besitzer. Auch wer nichts fand, verließ zufrieden den Laden. Denn für ein "Schwätzchen" war der Max immer zu haben. Seine Tochter führt das Geschäft im Neubau an der Wulkersdorfer Straße weiter. Auch hier half er gerne mit.

Stolz auf die Enkel

Max Götzer erlernte das Handwerk des Maurers, arbeitete ab 1949 zwölf Jahre lang als Stukkateur in Nürnberg und übernahm nach seiner Rückkehr für dreieinhalb Jahre ein Wirtshaus am Marktplatz. Im Anschluss war er bis zur Pensionierung im Baugeschäft seines Bruders tätig.

Das Mitgefühl gehört nun der Familie: der Ehefrau, den drei Kindern und acht Enkeln. Auf sie war der Opa besonders stolz, wie er immer wieder versicherte. Mit ihnen trauern zahlreiche Menschen, denen er in Freundschaft verbunden war. Und sie alle wissen, dass der Max jetzt mit Wohlwollen auf "sein Nittenau" herunterschaut.
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