Kinder-Alltag im Krieg

Lokales
Nittenau
25.04.2015
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"Kindheit und Jugend in Kriegs- und Nachkriegszeit": Seit einem halben Jahr ist Carolin Schmuck, Leiterin des Museums, auf Spurensuche. Die Empfindungen von damals werden bei der Sonderausstellung dokumentiert.

Die Ausstellung gliedert sich in mehrere Abteilungen auf. Dem Besucher präsentiert sich zunächst die Erwachsenenwelt vor 70 Jahren. Er bekommt eine Vorstellung, wie schwierig sich der Alltag gestaltete durch den Krieg, die verhängnisvolle Propaganda und die konkrete Not - entstanden durch Familienangehörige, die im Krieg waren und zu Hause überall fehlten. Der Alltag der Kinder bewegte sich zwischen Schule, Kirche, Hitlerjugend und Arbeit. Lernen spielte eine untergeordnete Rolle, gefragt waren viele helfende Hände, in der Konservenfabrik, in der Landwirtschaft und auch beim Bau des HJ-Heims. Spielen war trotzdem möglich. Und über allem schwebte die Angst vor dem Verlust von Familienmitgliedern bis hin zum eigenen Tod. Erinnerungen, im Wortlaut festgehalten, sind in der Ausstellung ebenso enthalten wie Gegenstände, Bücher, Kleidung, die für die ältere Generation noch selbstverständlich waren. Leihgaben von anderen Museen, Privatpersonen und von Sammlern sind stumme Zeitzeugen. Doch besteht auch die Möglichkeit für die älteren Menschen, in einem geschützten Bereich des Museums ihre eigenen Erinnerungen aufzuschreiben.

Eröffnet wird die Ausstellung am 29. April um 19 Uhr. Professor Dr. Isabella von Treskow vom Lehrstuhl für Romanistik an der Uni Regensburg wird diesen Abend begleiten. Die Ausstellung kann von 1. Mai bis 4. Oktober jeweils dienstags und donnerstags von 9 bis 11 Uhr sowie am Mittwoch, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.
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