Kinderhaus bei der Schule

Das Freigelände bei der Grund- und Mittelschule gehört der Stadt. Hier entsteht das neue Kinderhaus.
Lokales
Nittenau
23.07.2015
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Die Entscheidung fiel nach ausgiebiger Diskussion. Das neue zweigruppige Kinderhaus wird neben der Grund- und Mittelschule errichtet. Der zweite mögliche Standort in Bergham scheiterte an Unwägbarkeiten.

In seiner Juni-Sitzung hatte sich der Stadtrat mit dieser Thematik befasst, und am Ende blieben zwei Alternativen übrig: das Freigelände bei der Schule und das ehemalige Verwaltungsgebäude Schlingmann an der Industriestraße in Bergham. Das Architekturbüro Schnabel & Partner aus Bad Kötzting wurde mit der Untersuchung beider Standorte beauftragt.

Rund 1,2 Millionen Euro

Am Dienstagabend kam nun das Ergebnis auf den Ratstisch. Entstehen soll ein zweigruppiger Kindergarten mit 30 bis 50 Plätzen, Neben- und Sanitärräumen, dem Leiterinnen-Büro und einem Mehrzweckraum. Die Außenfläche muss rund 500 Quadratmeter betragen. Der Neubau auf dem Gelände bei der Schule, das die Stadt bereits besitzt, ist nach ersten Schätzungen mit rund 1,2 Millionen Euro kalkuliert, wobei eine 40-prozentige staatliche Förderung im Raum steht. Unwägbarkeiten, nicht nur in finanzieller Hinsicht, würde die Realisierung beim alten Schlingmann-Gebäude beinhalten. Der ehemalige Verwaltungstrakt befindet sich in äußerst desolatem Zustand, er müsste komplett entkernt werden. Die Kosten wurden mit knapp 3,2 Millionen Euro inklusive aller Maßnahmen beziffert. Bei einem völligen Abriss und anschließendem Neubau würde sich diese Summe relativieren. Den Grund müsste die Stadt noch erwerben.

Bürgermeister Karl Bley brachte beim Schlingmann-Standort noch einmal den Aspekt der Ortsentwicklung von Bergham in Erinnerung. Bei der Diskussion neigte sich die Waagschale aber schnell in Richtung Freifläche bei der Schule an der Bodensteiner Straße. Dieser Standort wurde dann auch gebilligt. Umgesetzt werden soll das Projekt bis Herbst 2016. Bei der Sitzung fehlten die Stadträte Elisabeth Bauer, Heinrich Hofstetter, Tina Schmidt, Otto Storbeck und Karl-Heinz Stich entschuldigt.

Neue Betriebe

Erfolgen wird die restliche Erschließung des Gewerbegebietes "Hirschenbleschen". Ein Betrieb für Mess- und Regeltechnik sowie eine Kfz-Reparaturwerkstätte wollen dort ansiedeln. Dazu wurde beschlossen, den Kanal mit Anbindung an den Haidäckerweg (400 Meter) und die Wasserleitung zu verlängern. Entstehen wird ferner die Erschließungsstraße in einer Länge von 450 Meter mit einseitigem Gehweg.

Es sei schön, dass neue Betriebe ansiedelten, doch müssten nun Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte in Sachen Schaffung der Infrastruktur behoben werden, kommentierte Bürgermeister Karl Bley.
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