Klare Ansagen inklusive

Bürgermeister Karl Bley informierte bei der Teilbürgerversammlung in Asang. Bild: Schieder
Lokales
Nittenau
03.11.2014
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Was den Bürgern von Asang und den umliegenden Ortsteilen auf den Nägeln brennt: Ein Thema liegt mit der Baustelle der Abwasserentsorgung buchstäblich vor der Haustür. Und da gibt es Probleme mit der Verdichtung des Untergrunds.

Im Gasthaus Auburger bot sich den Anliegern und sonstigen Bewohnern der Ortsteile bei der Bürgerversammlung die Gelegenheit, ihre Bedenken, Anregungen und Ärgernisse an Bürgermeister Karl Bley heranzutragen. Zuvor informierte er noch einmal allgemein über das Stadtgeschehen.

Nicht richtig verdichtet

2006 habe der Stadtrat beschlossen, bis 2018 alle Ortsteile an eine öffentliche Abwasseranlage anzuschließen, so Bley. In diesem Jahr sei der Bauabschnitt 41 Asang und Diepenried an der Reihe. Schwierigkeiten mit der Baufirma führten zu Verzögerungen, betonte er. Denn eigentlich wollte man mit der Ortsdurchfahrt bereits fertig sein, so dass nach den Ferien der Bus wieder ungehindert passieren könne. Mit den Kreiswasserwerken habe man sich abgestimmt.

Der Bauuntergrund sei jedoch nicht so verdichtet worden wie vorgesehen. Die Gewährleistungsfrist betrage fünf Jahre, so Bley. Wenn nach Ablauf dieser Frist Probleme aufträten, habe die Stadt Probleme. Nun sei dem Bauunternehmen eine Frist zum Nachbessern gesetzt worden. Es würden wohl noch 14 Tage vergehen, bis dies auf den Weg gebracht sei. "Doch lieber jetzt als später", sprach Bley noch einmal die Gewährleistungsfrist an.

Die Abkürzungen

Die Diskussionsrunde leitete Stadträtin Tina Schmidt. Bley sicherte zu, dass in Asang die Gräben zur Abwasserentsorgung geschlossen würden, heuer noch auf jeden Fall die Asphaltschicht aufgetragen werde. 2015, allerspätestens 2016, werde es eine komplette Deckenschicht geben. Ein Stück im Ort bleibe allerdings ausgespart wegen des Kanals. Ob in Diepenried eine großartige Deckenerneuerung komme oder ob bloß die Kanalgrube zugemacht werde, könne er noch nicht sagen.

Angesprochen wurden auch die Flurbereinigungsstraßen, die als Umleitungstrassen arg in Mitleidenschaft gezogen wurden. Bley entgegnete, dass "von unserer Seite niemand gesagt hat, dass diese Flurbereinigungsstraßen genutzt werden sollen". Hier habe es die wildesten Abkürzungsvarianten gegeben und - "eigentlich sind die Anlieger für den Unterhalt verantwortlich, aber wir werden eine Lösung finden." Eine Frage bezog sich auf einen Gehweg und einen Fahrbahnteiler in Asang. Die Bevölkerung von Asang habe gesagt, dass sie etwas für die Sicherheit tun wolle, so Bley, aber aufgrund der Kosten und des Unterhalts hätten sich alle 15 angeschriebenen Anwohner gegen einen Gehweg ausgesprochen.

"Es darf sich niemand beschweren, wir haben die Botschaft vernommen, wir könnten trotzdem einen Gehweg bauen, aber man muss das nicht unbedingt machen", so Bley. Ein Fahrbahnteiler benötige Platz und bedürfe der Zustimmung der Areal-Eigentümer, die hier Grund abgeben müssten. Nach wie vor handle es sich um eine Staatsstraße, man sei mit dem staatlichen Bauamt im Gespräch, so Bley. Gefragt wurde auch, ob die Landwirte eine Möglichkeit der Anlieferung ihres Getreides haben, nachdem es die BayWa in Nittenau nicht mehr gebe. "Hier schiebt man den Schwarzen Peter der Stadt zu", ärgerte sich Bley. Die BayWa behaupte, dass die Stadt dazu kein Grundstück zur Verfügung stelle. Vielmehr sei es aber so, dass er diesem Unternehmen mehrere Alternativen angeboten und ihm Grundstück gezeigt habe. Unter anderem könnte sich die BayWa in Waltenried ansiedeln, wo sie die Möglichkeit habe, das Getreide über Waggon zu verladen. "Ich verwahre mich dagegen, dass die Stadt nichts tut", so Bley.

Interesse eher mäßig

Wie steht es beim Breitbandausbau? Bley sagte, dass man sich für das neue Förderprogramm beworben habe. Zudem müsse man einen Anbieter finden. Der Wunsch nach einem schnelleren Internet sei da.

Doch bei der Umsetzung oder dem Kauf einer solchen Leitung sei das Interesse eher mäßig. Man müsse sich dazu auch in die Lage des Anbieters versetzen. Hier werde investiert und dann machten nur Wenige von dem Angebot Gebrauch, wie man anhand von Fischbach sehe, so Bley.
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