Kleiderkammer spendet an den Verein "flying help", der auf der Insel Kos Hilfe leistet
Erlös kommt Flüchtlingen zugute

Michael Goldhahn (Mitte) freute sich über die Spende e von 1500 Euro, die ihm Werner Weindler (links) für "flying help" überreichte. Bild: sir
Lokales
Nittenau
30.10.2015
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"Es kommt direkt an, das ist unser Anliegen." So begründete Werner Weindler, Vorsitzender der Kolpingfamilie Nittenau, die Entscheidung, den Erlös in Höhe von 1500 Euro aus der Kleiderkammer an den Verein "flying help" mit Sitz in Fischbach zu spenden. Vor etwa eineinhalb Jahren sei die Kolping-Kleiderkammer in den Räumen der früheren Schreinerei Oberberger eingerichtet worden. Sehr viele Migranten zeigen sich dankbar angesichts dieses Angebots, aber auch zunehmend Nittenauer zieht es hierher.

Neben dem kostengünstigen Erwerb von Kleidung ist die Kleiderkammer auch zu einem beliebten Treffpunkt geworden, wo man kostenlos eine Tasse Kaffee bekommt. Vor allem ältere Bürger schätzen das, so die Erfahrung von Weindler und weiterem Personal. Die 1500 Euro nahmen Michael Goldhahn, Vorsitzender von "flying help", Stellvertreter Rudolf Evert sowie Schriftführer Daniel Rathey entgegen.

Goldhahn dankte Weindler und seinem Team - den Helfern im Hintergrund - für die Spende, die den Flüchtlingen auf der Insel Kos zugutekomme. In seinem Sommerurlaub sei er dort mit dem herrschenden Flüchtlingselend konfrontiert worden. Die Kleiderkammer sei eine tolle Einrichtung, bei der auch der Umweltgedanke zum Tragen komme. Zudem leiste sie einen wunderbaren Beitrag zur Integration, nicht nur für sozial Schwache, sondern speziell für Migranten und Asylsuchende. Sein Dank galt auch der Familienbeauftragten von Kolping, Elisabeth Bauer, die den Kontakt zu "flying help" hergestellt hatte. Weindler erzählte, dass sehr gut erhaltene Kleidung abgegeben werde, auch welche für spezielle Anlässe. Und was wirklich nicht mehr für die Kleiderkammer Verwendung finden kann, das wandert in die allgemeine Altkleidersammlung, die für eine anderweitige Verwendung sorgt. Die Helfer haben stets alle Hände voll zu tun. Neben der Ausgabe muss die Kleidung auch sortiert werden.
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