Licht am Ende des Tunnels

Helmut H. Lange von der Regierung, Henner Wasmuth vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach und Bürgermeister Karl Bley (von links) stellten die Details zum Bau der Nord-Ost-Tangente vor. Bild: Mayer
Lokales
Nittenau
15.10.2014
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Aufatmen in der Stadt am Regen: Dem Bau der Nord-Ost-Tangente dürfte kaum mehr etwas im Wege stehen. Staatliches Bauamt und Regierung nannten am Mittwoch Details zu dieser 2,8 Kilometer langen Trasse. Ein langer und steiniger Weg nähert sich damit seinem Zielpunkt.

"Dieses Projekt wurde lange herbeigesehnt, jetzt haben wir Baurecht", merkte Bürgermeister Karl Bley zu Beginn der Pressegesprächs im Rathaus an und verwies darauf, dass mit der Nord-Ost-Umfahrung der letzte Puzzlestein im Tangente-Ring geschlossen werde. Dieser führt bekanntlich von der Regental-Straße herüber zum Bleicher Kreisel und dann weiter an Thann vorbei zur Brucker Trasse.

11,5 Millionen Euro

Leitender Baudirektor, Diplom-Ingenieur Henner Wasmuth vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach sowie Diplom-Ingenieur Helmut H. Lange, Leitender Baudirektor bei der Regierung, freuen sich ebenfalls. Besonders die Tatsache der Bestandskraft der Planfeststellung gibt Sicherheit. Klagen blieben beim Verfahren aus und damit besteht Baurecht. Die Kosten für das Projekt, das die B 16 mit der Brucker Straße in Bergham verbindet, sind mit 11,5 Millionen Euro kalkuliert, wobei 500 000 Euro auf den Grunderwerb entfallen. Geplant sind auch Bauwerke, darunter die Unterquerung der Bahnstrecke, die Überführung der Staatsstraße 2150 sowie Brücken über den Sulzbach und Gänsbach.

Als nächste Schritte stehen nun die Fortführung des Grunderwerbs, die Abstimmung mit der DB-Netz an der Kreuzung der Bahnlinie sowie Vereinbarungen mit der Stadt auf der Agenda. Ist dies alles geschehen, kann die Ausschreibung und Vergabe der einzelnen Gewerke erfolgen.

Und wie sieht das Zeitfenster aus? Wenn alles glatt läuft, könnte in einem Jahr der erste Spatenstich getätigt werden. Begonnen wird jedenfalls mit den Bauwerken. Bei guter Witterung wären dort noch die Betonierungsarbeiten möglich. Abschließend machte Karl Bley auf die anderen bereits eingefügten Puzzleteile, nämlich den Radwegbau nach Bruck und den Kreisverkehr zum Industriegebiet aufmerksam.

Die Infrastruktur von Nittenau erfährt also eine deutliche Verbesserung. Besonders der Schwerlastverkehr von und zur Schotterverladung verschwindet aus der Walderbacher- und Brucker Straße. Dessen ungeachtet steht ein weiteres Großprojekt im Raum. Bekanntlich wird die große Regenbrücke neu gebaut und dieses Thema rückt bei der Stadtratssitzung am Dienstag in den Blickpunkt.
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