"Mandy" lehrt auch Respekt

Lokales
Nittenau
21.11.2014
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Die junge Labradorhündin "Mandy" ist in der Johanniter-Krabbelstube Spielkamerad, Kuscheltier und auch Sorgenonkel. Der Hund von Leiterin Nadine Potempa ist Teil eines besonderen Pädagogik-Konzept.

Die "tiergestützte Pädagogik" in der Johanniter-Krabbelstube sorgt für große Freude bei den Kindern. Immer wenn die sechs Monate alte Labrador-Hündin "Mandy" zu Besuch in der Johanniter-Krabbelstube "Regental-Kinder" ist, strahlen die Augen der Kleinen noch ein bisschen mehr. Sie freuen sich jedes Mal wieder auf die inzwischen vertraute Hündin. Doch Mandy komme nicht nur sporadisch zu Besuch, sondern sei Tier gewordene Realität des lange gehegten, durchdachten und nun umgesetzten tierpädagogischen Konzepts bei den "Regental-Kindern", heißt es in der Pressemitteilung.

Das Team um Krabbelstubenleitung Nadine Potempa - die gleichzeitig Mandys Frauchen ist - hat sich schon lange vor dem ersten besonderen Treffen zwischen ihren Schützlingen und "Mandy" mit der Thematik "tiergestützte Pädagogik" befasst. Bald waren sich alle sicher, dass dies genau der richtige Förderschwerpunkt für die Krabbelstube sei.

Rücksichtnahme

"Unser Ziel ist es, dass wir die Kinder so früh wie möglich mit der Natur und den Tieren vertraut machen", erklärt Potempa. "Früher waren Haustiere in Familien normal, das ist heute anders - ganz einfach, weil beide Eltern oft berufstätig sind und damit natürlich die Zeit für einen Hund fehlt. Jetzt können sich die Kleinen wenigstens in der Krabbelstube auf ein Tier freuen."

Die tiergestützte Pädagogik bringe viele Vorteile für die Kinder mit sich. Zum einen helfe "Mandy", bei den "Regental-Kindern" Verantwortungsbewusstsein, Rücksichtnahme und Sozialverhalten zu entwickeln. Die Angst vor Hunden werde bei vielen der Kinder abgebaut oder entstehe im besten Fall erst gar nicht; außerdem bauten sie so Vertrauen zum Tier auf. Zum anderen lernten sie, respektvoll und auch nicht zu stürmisch oder wild mit "Mandy" umzugehen. "All das verinnerlichen die Kinder recht schnell und können das dann auch im Umgang mit anderen Tieren anwenden", berichtet Nadine Potempa. Und natürlich komme auch die körperliche Bewegung nicht zu kurz, wenn die Kleinen mit "Mandy" spielten.

Oftmals Geborgenheit

Gerade aber der emotionale Umgang und Alltag mit Tieren spiele in der tiergestützten Pädagogik eine große Rolle. Die Kleinen würden die Nähe und den Körperkontakt zu "Mandy" genießen. Außerdem spende sie ihnen oftmals Geborgenheit und Trost. "Manchmal beobachte ich die Kinder dabei, wie sie Mandy etwas erzählen, was sie gefreut oder geärgert hat", freute sich Potempa.

Selbstverständlich sei Mandy geimpft, gechipt und werde regelmäßig vom Tierarzt untersucht. Wenn "Mandy" ein Jahr alt ist, möchte Nadine Potempa sie bei den Johannitern zum "Hund im Therapieeinsatz" ausbilden lassen. Weitere Informationen zur Johanniter-Krabbelstube und Anmeldung bei Nadine Potempa unter Telefon 09436 9 03 77 13.
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