Mit Basisarbeit punkten

Beim Jubiläumsabend im Brauereigasthof Jakob wurden auch Mitglieder geehrt, darunter die Grünen-"Urgesteine" Franz Stadler, Franz Probst und Rudi Sommer (vorne von rechts). Bild: Mayer
Lokales
Nittenau
01.12.2014
5
0

Der Kampf gegen die WAA war gerade erfolgreich beendet. Auch die Erkenntnisse daraus führten unmittelbar danach zur Gründung zweier politischer Ortsverbände. Nun blickten die Grünen auf 25 Jahre Arbeit zurück.

Was ist aus den Vorsätzen von damals geworden? Die Sprecher Elisabeth Bauer (Nittenau) und Manfred Pfauntsch (Bruck) stellten diese Frage in den Raum,als sie am Freitagabend die Jubiläumsfeier im Brauereigasthof Jakob eröffneten. Zunächst wurde mit der "grünen Minna" (Orangensaft/Sekt/Bols blau) angestoßen, dann gab es die Begrüßung. Auch eine Reihe treuer Weggefährten war der Einladung gefolgt.

Elke Dietz-Schweizer

Ein besonderes Gedenken galt der engagierten Vorkämpferin Elke Dietz-Schweitzer und dem langjährigen Nittenauer Kassier Gerhard Seitz, die beide 2009 verstorben waren. Den Rückblick übernahmen Markt- und Kreisrat Rudi Sommer (Bruck) sowie Stadtrat Franz Probst (Nittenau). In humoristischer Form mit einigen Seitenhieben erinnerten sie an die herausragenden Ereignisse. Die Grünen in der Stadt am Regen tätigten 1990 die Wahlanfechtung wegen Tarnlisten und zogen mit Franz Probst bei der Wahlwiederholung 1992 in den Stadtrat ein. Bis heute hat er dort Sitz und Stimme, seit März 2014 bildet er mit Elisabeth Bauer eine Fraktion.

1996 begann die Ära Elke Dietz-Schweitzer. Sie fungierte als erste Frau an der Spitze des Nittenauer Ortsverbandes und kämpfte in der Folgezeit vor allem gegen eine Holzverbrennung auf dem Schlingmann-Areal. In Bruck gelang Rudi Sommer 1996 der Einzug in den Marktrat. 2008 bekam er mit Manfred Pfauntsch einen Fraktionskollegen. Ein Hauptaugenmerk legten die Brucker auf ökologische Maßnahmen im privaten und öffentlichen Raum. Erfolge schlugen zu Buche, aber auch "Niederlagen" mussten hingenommen werden. Einig waren sich die beiden Akteure in der Einschätzung, dass es "die Grünen mehr denn je braucht".

Vor Ort aktiv werden

Die ehemalige Bezirksvorsitzende Ingeborg Huber, die früher als Lehrerin in Nittenau tätig war, sah den Anti-WAA-Kampf als Auslöser für die Gründung der Ortsverbände. Damit sei die Intention, "vor Ort auf dem Land aktiv zu werden", umgesetzt worden. Diesen Faden nahm Bezirksrätin Gabi Bayer aus Neumarkt auf. Die Nähe zu Menschen mache die Basisarbeit der Grünen aus. Es gelte nach wie vor, die Bürger von der nachhaltigen Politik zu überzeugen. Dies treffe auf die Ökologie ebenso zu, wie auf den demografischen Wandel, der in der Oberpfalz die Gesellschaft stark verändern werde. Den Mitgliedern dankte sie für das Engagement, das mit persönlichen Opfern und hohem Einsatz verbunden sei. Musikalisch begleitet wurde der Jubiläumsabend von einer hervorragenden Gruppe. Camilla Schneider und ihre Familie aus Bodenstein spielten zünftig auf, wobei die gesanglichen Beiträge mit viel Augenzwinkern präsentiert wurden.
Weitere Beiträge zu den Themen: 12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.