Mit großer Vorbildfunktion

Zahlreiche Gläubige feierten mit den Zelebranten in Neuhaus den Gottesdienst unter freiem Himmel. Bild: hfz
Lokales
Nittenau
12.06.2015
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Die Nittenauer im Allgemeinen und die Neuhauser im Besonderen sind sehr stolz auf ihren Frater Eustachius Kugler. Am Todestag des Seligen führt eine Prozession hinauf in das Bergdorf, wird dort Gottesdienst gefeiert. Auch heuer gab es eine beeindruckende Feier.

Als Frater Eustachius am 4. Oktober 2009 im Dom zu Regensburg nach dem Dekret von Papst Benedikt XVI. selig gesprochen wurde, verfolgten 7500 Gläubige vor Ort diesen kirchlichen Akt. Darunter befanden sich natürlich viele Menschen aus Neuhaus und Nittenau und begingen dieses große Ereignis, das in den Annalen der Stadt seinen festen Platz hat.

Krankenhaus gebaut

Josef Kugler wurde am 15. Januar 1867 in Neuhaus geboren. Ein Arbeitsunfall behinderte den gelernten Bauschlosser zeitlebens, doch dieses Tatsache steckte er weg. Am 11. Januar 1893 trat er ins Kloster der Barmherzigen Brüder in Reichenbach ein und nahm den Ordensnamen Eustachius an. 1898 folgte die Profess. In der Folgezeit widmete sich Kugler vor allem den behinderten Menschen, die ihm sehr am Herzen lagen.

1925 wurde Frater Eustachius zum Provinzial der Bayerischen Ordensprovinz gewählt. Seine größte Leistung dürfte der Bau des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Regensburg gewesen sein. Er musste in der Nazizeit Repressalien erdulden, ließ sich aber in seiner Haltung nie beeinflussen.

An seinem Todestag wird an den Seligen in besonderer Weise erinnert. Viele Gläubige versammelten sich am Mittwoch bei der Nittenauer Pfarrkirche, in der Josef Kugler getauft wurde. Anschließend zogen sie hinauf zum Geburtsort Neuhaus, wo die Dorfgemeinschaft eine Kapelle zu Ehren des Fraters errichtet hat. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl wurde der Gottesdienst im Freien zelebriert. Auch für die starke Delegation der Menschen mit Handicap aus Reichenbach war dies ein besonderes Erlebnis. Als Zelebranten fungierten Pater Stanislaw Warszewski aus Fischbach, Pfarrer Neumeier aus Walderbach und Pater Taddäus aus Reichenbach.
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