Mit Klang ins Gleichgewicht

Die Klangschalen zeigten Wirkung. Die Kinder mochten die Vibrationen an Händen und Füßen. Bild: Schieder
Lokales
Nittenau
01.07.2015
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Kinder brauchen Ruhe und Entspannung. Der Trubel mit Leistungs- und Termindruck der Erwachsenen überträgt sich häufig auf sie. Klangschalen bieten eine Möglichkeit, das Harmoniebedürfnis wieder herzustellen.

Mehrere Wochen lang lief das Projekt "Klangschalen" im Kindergarten St. Josef. Alle fünf Gruppen mit ihren jeweiligen Leiterinnen Elisabeth Haberl, Karin Hescher, Romana Leitold-Böhm, Marion Raab und Monika Ramsauer begleiteten die verschiedenen Einheiten der Klangschalenmassage, erläuterte Kindergartenleiterin Bettina Bucher.

Oft Überreizung

Die Kinder, im Alter von drei bis sechs Jahren, sollen in der Lage sein, präventiv mit Stress umgehen zu können. Durch die spielerische Handhabung der Klangschalen sei dies möglich. Die Kinder sollen sich selber erfahren, ihre Gefühle wahrnehmen und ernst nehmen. Dadurch erlangen sie Kompetenzen, um Entspannung herbeizuführen.

Achtsamkeit sich selber gegenüber ist eine Basis dafür. Die Kinder sollen erkennen und sich bewusst darüber werden, wie es ihnen in dieser Welt geht. Mit Hilfe der Klangschalen können sie positiv auf den eigenen Körper einwirken. "Dieses Wissen ist wichtig", betonte Bettina Bucher. "Multitasking", so Romana Leitold-Böhm, "führt zur Überreizung. Die Kinder sollen lernen, sich wieder auf eine Sache und auf sich selber zu konzentrieren."

Mit vier Einheiten

"Klangschale" stand unter Leitung von Maria Kurschus aus Nittenau, Heilerziehungspflegerin und Klangspielerin. Gemeinsam mit den jeweiligen Leiterinnen und den Kindergruppen begab sie sich auf "die Reise zu den Klängen". "Indien", so lautete das Ziel der ersten von vier Einheiten. Hier lernten die Kinder die Klangschalen kennen, deren Herkunft und wie man mit ihnen umgeht. In der zweiten Einheit hörten sie eine Klanggeschichte. Bei "Löwenmut und Mäusemuffen im Dschungel" durften sie selbst aktiv werden.

In der dritten Einheit unternahmen sie einen Ausflug in den Dschungel, wobei sie verschiedene Tiere entdeckten und einen reißenden Fluss überquerten. Mit der letzten Einheit reisten sie wieder nach Hause zurück. Hier gestalteten sie ein Klangbild und ein Reiseandenken.

Aufmerksam lauschten die Kinder dem Klang der Schalen, spürten die Vibration an Händen, Füßen, Bauch und Rücken. Romana Leitold-Böhm sagte, dass man die Klangschalensache im Kindergartenalltag weiterführen wolle.
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