Musikshow und Deftiges

Die Volksfestbesucher feierten bis tief in die Nacht - auch auf den Bänken.
Lokales
Nittenau
16.06.2015
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Das Programm des viertägigen Volksfestes zog die Besucher in Scharen an. Bei den Fahrgeschäften herrschte reger Betrieb und im Bierzelt ging es so richtig rund. Dafür sorgte unter anderem eine Band, die ihr "Heimspiel" bestritt.

Was die internationale und deutsche Musikszene an Songs zu bieten hat, inszenierte am Samstagabend der "Regental Sound". Der Stimmungspegel im Festzelt stieg konstant. Die gute Laune gipfelte darin, dass sich die jungen und jung gebliebenen Leute nicht mehr auf ihren Sitzplätzen hielten. Kurzerhand wurden die Bänke geentert oder die Gänge im Zelt zum Tanzparkett erklärt. Mitklatschen, mitsingen, schunkeln - alles war drin, bei ausgelassener Partymusik mit aktuellen Hits, Evergreens, Rock und traditioneller bayerischer Volksmusik.

Auch Parodien

Doch auch ausgefallene Showeinlagen von Karl-Heinz Stich, Josef Gleixner und Gerald Fendl, unterstützt von Schlagzeuger Markus Graßl, zeigten schauspielerisches Können und Humor. Und das kam an. Parodiert wurden sowohl der King of Rock, Elvis Presley, in seinen besten Tagen und der King of Pop, Michael Jackson. Ein Fest lebt von seiner Vielseitigkeit. Und so baute die gute Unterhaltung am Sonntagvormittag auf einer guten bayerischen Tradition auf: dem G'stanzlsingen. Sich gegenseitig auf die Schippe zu nehmen, ohne aufeinander böse zu sein, das ist die hohe Kunst dieser Unterhaltung. Ein stattliches Publikum hatte sich dazu eingefunden, das recht neugierig auf die lustigen Sprüche war.

Den Anfang machten die G'stanzlsänger Hubert Mittermeier "Erdäpfekraut" und Christian Bräu "Fips". Beide präsentierten die richtige Mischung aus Gstanzl und Witz, begleitet von den "Hofdorfer Buam". Letztere gaben damit bereits einen Vorgeschmack auf den Abend, an dem sie aufspielten. Das "Erdäpfekraut" und der "Fips", sangen sich sehr zur Freude der Zuhörer gegenseitig aus.

Traumfrau vergeben

Bürgermeister Karl Bley wurde aufgefordert, ein Bier zu bringen, wofür er sich aber doch viel Zeit ließ. Vielmehr gab er dem "Erdäpfekraut" Hinweise auf anwesende Stadträte, Bauhofmitarbeiter und Feuerwehrleute, die sich alle auf ein Gstanzl gefasst machen konnten. Äußerlichkeiten der Gäste boten reichlich Stoff für so ein Aussingen. So traf der "Fips" auf den "Bruder der Conchita Wurst", der durch seine langen Haare und den Bart auffiel. Die "Mutter von Barbie" stach ihm ins Auge. Doch war die Traumfrau bereits vergeben. Deren kleiner Sohn Elias erklärte dem neuen Verehrer seiner Mama in einem Gstanzl, dass er nehmen müsse, was übrigbleibe. Das "Erdäpfekraut" nahm fälschlicherweise an, dass es sich bei der Evi Kugler um eine "singende Stadträtin" handle. Diese "Kollegin von den Loamsiedern" parierte ihrerseits gekonnt mit einem Gegen-Gstanzl, dass er sich getäuscht habe, sie "nur" singe. Begleitet wurde der humorige Vormittag mit viel Lachen und Schenkelklatschern.
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