Neue Freiheit mutig angehen

Besondere Gratulationen für die Jahrgangsbesten gab es auch von den Ehrengästen. Die "1,0" holten Sylvia Bauer (Vierte von rechts) und die Aschenbrenner-Zwillinge (rechts daneben).
Lokales
Nittenau
29.06.2015
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Bei 29 der 89 Abiturienten am Regental-Gymnasium steht im Reifezeugnis eine "1" vor dem Komma. Drei junge Damen schafften die glatte "1,0". Da gab es bei der Verabschiedung durchwegs strahlende Gesichter.

Studiendirektor Christian Schwab hieß die Gäste am Freitagabend in der Regental-Halle willkommen und unternahm einen kurzen Streifzug durch das Geschehen der vergangenen Monate. Die "blassen Gesichter" wiesen nun wieder eine "rosige Farbe" auf, resümierte er augenzwinkernd. Mit dem Gesamtschnitt von 2,27 rangiere der aktuelle RTG-Abiturjahrgang in Bayern sicherlich mit an der Spitze.

Wie Sepp Herberger

Landrat Thomas Ebeling blendete auf sein Abitur vor 20 Jahren zurück. Die Herausforderungen hätten sich seither in Zeiten von "Posten", Daily Soaps und Vokabeln lernen gewandelt. Er wünschte der Absolvia, dass die Träume in Erfüllung gingen und ergänzte: "Die Welt steht euch offen." An Sepp Herberger erinnerte MdL Joachim Hanisch: "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel", habe dieser mal eine Journalisten-Frage beantwortet. Hanisch appellierte an die Abiturienten, bei ihrem weiteren Weg die Heimat nicht zu vergessen und vielleicht beruflich zurückzukehren.

Die erste Etappe sei geschafft, nun gelte es, die erworbene Kompetenz als Chance zu verstehen und zu nutzen, merkte Bürgermeister Karl Bley an. Den Absolventen legte er weiter ans Herz, sich ehrenamtlich in der Gesellschaft zu engagieren. Sie seien auch diesbezüglich Hoffnungsträger der Gesellschaft. Die Vorsitzende des Elternbeirats, Birte Schramm, gab den Abgängern die besten Wünsche mit auf den künftigen Lebensweg. Dazu gehörte "viel Mut bei allen Entscheidungen". "Endlich frei!" - Oberstudiendirektorin Petra Weindl griff den Spruch eines Absolventen während einer Colloquiumsprüfung auf. "Ist man wirklich jemals frei?", stellte sie in den Raum und verband dies mit einen Blick auf schlimme Ereignisse in der Vergangenheit und Gegenwart. "Lassen Sie sich nicht hineintreiben in Feindschaft und Hass gegen andere Menschen", betonte Weindl. Die Abiturienten seien nun gefordert, den Weg in die Zukunft nicht einfach gedankenlos zu gehen, sondern sie zu gestalten. "Nutzen Sie Ihre neu gewonnene Freiheit mit dem erworbenen Rüstzeug", schloss die Rektorin.

"Perfekte Welle"

In einer äußerst unterhaltsamen Weise ließen Anna Heinrich und Nicolas Süß für ihre Abi-Kollegen das Leben am RTG und darüber hinaus Revue passieren. "Perfekte Welle" und "Wir hatten eine gute Zeit" waren die Beiträge des Oberstufenchors unter Leitung von Dr. Wolfgang Wagner überschrieben. Sonderpreise gab es für Lena Efferz und Lena Aschenbrenner. Den RTG-Ehrenpreis für besonderes Engagement erhielt Maximilian Müller. Sylvia Bauer sowie Lena und Teresa Aschenbrenner machten ihr Abitur mit 1,0, gefolgt von Lena Efferz (1,1) und Erika Schlögel (1,2).
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