Neue Impulse sind gefragt

Für ihre langjährige Treue wurden Mitglieder der Kolpingfamilie geehrt. Vorsitzender Werner Weindler (links) und Pfarrer Adolf Schöls (hinten, Dritter von rechts) zeichneten sie mit Urkunden aus. Bilder: Schieder (2)
Lokales
Nittenau
21.04.2015
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Die Aktivitäten der Kolpingfamilie decken eine breite Palette des religiösen und gesellschaftlichen Lebens ab, auch überregional. Aber nun gibt es ein Problem, das den Spielmannszug betrifft. Der Appell ließ bei der Jahreshauptversammlung aufhorchen.

"Wir strukturieren instrumentalmäßig um", ließ Sachgruppenleiterin Irene Herrmann bei ihrem Rechenschaftsbericht wissen. Viele Musiker seien aufgrund beruflicher und schulischer Veränderungen abgewandert. Das Finden von Nachwuchs verlaufe nicht so ideal. Gesucht werde auch ein musikalischer Leiter, der die Umstrukturierung mittrage. Daher bat sie die Anwesenden, sich an dieser Suche zu beteiligen, "denn wir wollen weitermachen".

291 Mitglieder

Zuversichtlich stimme sie die Unterstützung der Kolpingfamilie, des Pfarrers und des Bürgermeisters. Die bisherigen Straßenauftritte werde man künftig nicht mehr machen können. Im Berichtsjahr habe man zu drei Geburtstagen aufgespielt, war unter anderem präsent beim Nordgautag, Volksfesteinzug, Adventsingen und beim Priesterjubiläum von Pfarrer Leo Feichtmeier. Schriftführer Markus Weber gab den aktuellen Mitgliederstand mit 291 Personen an. Diesen Ausführungen voraus ging der Bericht des Vorsitzenden Werner Weindler. Im religiösen Bereich habe sich die Nittenauer Ortsgruppe wieder an den kirchlichen Veranstaltungen beteiligt. Auf gesellschaftlichem Sektor standen die Altkleideraktionen, die Nikolausaktion, die Fahrt zum Weihnachtskonzert der Regensburger Domspatzen und eine Fahrt zur Luisenburg auf dem Programm. Beim städtischen Ferienprogramm war Kolping mit einem Minigolfturnier dabei. Das Familienteam habe eine Kanufahrt auf dem Regen mit anschließendem Grillen, eine Herbstwanderung mit meditativen Texten und einen Familientag im Schönstattzentrum organisiert.

Ein überwältigender Erfolg sei die Einrichtung der Kleiderkammer von Anfang an gewesen. Auf Diözesanebene sei der Katholikentag in Regensburg besucht worden. Wieder habe man sich auf Wallfahrt nach Altötting begeben. Kassier Otto Eichinger belegte die finanzielle Seite des Vereins und stellte die neue Satzung mit den Änderungen vor. Einstimmig wurden diese Änderungen angenommen. Seit Jahrzehnten stand Sigmund Weber als stellvertretender Vorsitzender Werner Weindler zur Seite. Bei der letzten Wahl habe er nicht mehr kandidiert, erinnerte der Vorsitzende an letztes Jahr. Aufgrund seiner zahlreichen Verdienste trug ihm Weindler die Ehrenmitgliedschaft an. Die Anwesenden stimmten geschlossen für diesen Vorschlag.

Mut zusprechen

Bezirksvorsitzender Albert Fischer dankte Pfarrer Adolf Schöls für dessen Unterstützung und allen für ihre Arbeit im Kolpingwerk. Er hoffe, dass der Spielmannszug erhalten bleibe. Dem Familienteam wünschte er eine gute Weiterentwicklung. Bürgermeister Karl Bley betonte, dass der Verein eine Bereicherung der kulturellen Szene sei - insbesondere der Spielmannszug, der momentan einen Generationenwechsel durchlaufe. Hier wolle er Mut zusprechen. Es gebe sicher wieder einen neuen Impuls, wenn die Musik in eine andere Richtung gelenkt werde. Er hoffe, dass der Spielmannszug weiterhin aktiv bleibe.

Pfarrer Schöls, Präses der Nittenauer Kolpingfamilie, stellte das diesjährige Motto des Kolpingtages in Köln in den Fokus seiner Betrachtungen: "Mut tut gut". Die Christen liefen Gefahr, alles schwarz zu sehen. Doch Jesus habe seinen Aposteln Mut gemacht "und damit auch uns". Der Geistliche dankte allen, die sich einbringen und nannte die Kleiderkammer sowie weitere Aktionen, die den Menschen zugute kämen.
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