Neue Märkte entstehen

Die völlig neue Nutzung des Baywa-Areals zieht ein umfassendes Straßenbaukonzept nach sich, das sich in die städtebaulichen Planungen harmonisch einfügen wird. Bild: sir
Lokales
Nittenau
27.11.2015
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Die Planung des Kinderhauses an der Bodensteiner Straße und die Neugestaltung der Regentalstraße waren die zwei beherrschenden Themen bei der Bauausschusssitzung am Dienstagabend im Rathaus. Hier galt es das Für und Wider abzuwägen und die verschiedenen Möglichkeiten auszuloten

Zweigruppig soll der Kindergarten an der Bodensteiner Straße werden. Markus Weber vom Architekturbüro Schnabel & Partner aus Bad Kötzting hatte im Vorfeld sechs mögliche Varianten erarbeitet. L-Form, Rechteck und völlig freie Formen mit Anordnung von Einzelbauten, die jeweils über eine zentrale Verbindung verfügen, standen im Raum. Am Ende kristallisierten sich bei der Diskussion zwei Vorschläge heraus, die näher verfolgt werden.

Mit Altstadt koppeln

Erwärmen konnte sich das Gremium für die Variante "3a", bei der eine unregelmäßige Anordnung der Räume mit zentraler Verbindung "einmal etwas ganz anderes" sei. Bürgermeister Karl Bley ging auf die Variante "2a" ein, ein rechteckiger Baukörper, der sich als etwas kostengünstiger erweise als die freie, individuelle Bauweise. Die Kosten bewegen sich in einem Rahmen in Höhe von 1,3 bis 1,5 Millionen Euro. Einstimmig votierten die Räte für die Intensivierung der beiden favorisierten Lösungen.

Der nächste Tagesordnungspunkt sah die Neugestaltung der Regentalstraße vor. Hier präsentierte Martin Popp vom Ingenieurbüro Weiß den Konzeptstatus beziehungsweise einen Situationsbericht. Auf dem Baywa-Areal entstehen ein Lebensmittelmarkt sowie weitere Fachmärkte. Die Regentalstraße soll mit der Altstadt gekoppelt werden.

Da es sich um eine Staatsstraße handle, sei eine wünschenswerte Reduzierung der Geschwindigkeit nicht so einfach zu realisieren. Hier könne eine Mittelinsel mit Querungshilfen Abhilfe schaffen. Vorstellbar wäre ein im Westen attraktiv gestalteter Platz mit einer Bushaltestelle, sowie einem Brunnen und ein optisch ansprechendes Pflaster.

Denkbar wäre auch ein Kreisverkehr. Ein breiter Gehweg, vom Planer entsprechend als "Boulevard" bezeichnet, entlang der neuen Märkte soll die Verbindung zur Altstadt betonen. Verzichtet werden müsse dann aber auf den Fuß- und Radweg auf der gegenüberliegenden Seite entlang des Friedhofs, der zudem viel an Kosten aufwerfe. Durch die angestrebte Minderung der Geschwindigkeit sei es den Radfahrern möglich, sicher auf der Straße zu fahren.

Einhellig für Vorschlag

Zur Beschlussfassung führte Bley aus, dass die städtebaulichen Belange und die Geschwindigkeitsreduzierung erreicht werden sollen, neben einer Steigerung der Aufenthaltsqualität. Diese Anliegen müssen mit den entsprechenden Stellen wie Zuschussgebern, Grundstückseigentümer und dem Straßenbauamt abgestimmt werden. Die Räte nahmen Kenntnis von der Vorstellung des Entwicklungskonzepts und votierten einhellig für diesen Beschlussvorschlag (weiterer Bericht folgt).
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