Öl im Fluss entsorgt

Eine Sperre allein reicht nicht. Neben der am Jahnweg wurde weiter flussabwärts noch einmal eine Sperre errichtet. Bild: sir
Lokales
Nittenau
05.11.2015
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Gestern trieben auf der Oberfläche des Flusses Regen dicke Ölschlieren umher. Die Umweltverschmutzung sorgt bei vielen für Kopfschütteln. Die Feuerwehr versuchte mit umfangreichen Sicherungsmaßnahmen den Schaden so gering wie möglich zu halten.

Es war wohl eine Nacht- und Nebelaktion, mutmaßten Mitglieder der Feuerwehr Bergham, die zusammen mit den Kollegen der Wehren aus Nittenau und Teublitz, Schadensbegrenzung betrieben. Der gewissenlose Täter hatte in der Nacht Öl in den Regen gekippt. "Unglaublich, beim Bauhof, wo man dieses Öl ganz legal ein paar Meter weiter abgeben hätte können", kritisierte einer der Wehrleute.

Und auch Franz Schuierer, Kommandant der Berghamer Wehr, schüttelt den Kopf: "Dafür habe ich absolut kein Verständnis. Sicher, es kann immer etwas passieren. Wenn es ein Unfall ist, bei dem Öl austritt, ist das was anderes, aber mit voller Absicht wie hier - nein, das geht nicht."

Äußerlich ruhig machte sich auch Kreisbrandmeister Armin Jehl ein Bild vor Ort und besprach sich mit den Einsatzkräften über das weitere Vorgehen. Eine Ölsperre mittels Feuerwehrschlauch und Bindemittel war bereits errichtet. Als sinnvoll erachtete man schließlich eine weitere Sperre unterhalb der Kirche beim Bootsverleih.

Wer geht rein? Mit Wathosen ausgerüstet mussten einige der Feuerwehrleute ins eiskalte Wasser steigen, um die Sperre zu errichten. Gemeldet wurde der Ölfilm von einem Passanten am Morgen. Dieser verständigte jemanden von der Feuerwehr, den er kannte. Sofort wurden die Maßnahmen zur Eindämmung des Schadens ergriffen. "Wir wissen natürlich nicht, wie viel bereits den Fluss runtergelaufen ist", meinte Jehl. Und was passiert, wenn der Umweltfrevler doch erwischt werden sollte? "Der muss für den Schaden und für den Einsatz aufkommen", verriet Schuierer auf Nachfrage.
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