Offiziell anmutende Schreiben erreichen viele Nittenauer Gewerbetreibende
Vorsicht vor Abzocke

Lokales
Nittenau
07.11.2015
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In den vergangenen Wochen erhielten wiederholt Nittenauer Gewerbetreibende Angebote zur Aufnahme in ein "Gewerberegister". Die Schreiben machen einen amtlichen Eindruck, da sie in ihrer optischen Aufmachung behördlichen Schreiben zum Verwechseln ähnlich sind. Sie sind ganz offensichtlich bewusst so gestaltet, dass die Adressaten getäuscht werden. Diese Schreiben stammen nicht von der Stadt Nittenau oder einer anderen Behörde.

Die Empfänger werden mit dem Hinweis "Eilige Faxmitteilung" aufgefordert ein Formular auszufüllen, fehlerhafte Angaben zu korrigieren oder zu ergänzen und zurück zu schicken. Geschieht dies nicht, erhält der Betroffene nach wenigen Wochen erneut Post. Im zweiten Brief wird darauf hingewiesen, dass ein Schreiben bereits zuvor übersandt worden sei. Zudem wird der Empfänger ermahnt, das Schreiben nunmehr unbedingt auszufüllen. Viele Betroffene fallen erst auf dieses zweite Schreiben herein.

Hat sich ein Empfänger verleiten lassen, die Aufforderung unterschrieben zurückzusenden, erhält er wenig später eine hohe Rechnung. Das sind aber nur die Kosten, die für das erste Vertragsjahr in Rechnung gestellt werden. Der Eintrag soll für eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren beauftragt sein. Insoweit erwartet die Betroffenen, die sich nicht gegen die Forderung zur Wehr setzen und diese als "Lehrgeld" für sich verbuchen, im nächsten Jahr erneut eine Rechnung. Vergisst man dann zu kündigen, wird man auch im dritten Jahr nochmals zur Kasse gebeten.

Tatsächlich findet sich auf dem Angebot, versteckt im Kleingedruckten, der Hinweis, dass man mit der Zurücksendung des ausgefüllten Schreibens die Eintragung in eine Art Branchenbuch beauftragen würde. Für diese Leistung soll dann monatlich ein Betrag fällig werden, wobei immer gleich ein volles Vertragsjahr im Voraus zu zahlen wäre. Was generell zu empfehlen ist, sollte besonders in diesem Fall beachtet werden: Bevor etwas unterschrieben wird, sollte jeder genau das Kleingedruckte durchlesen.
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