Ohne Berührungsängste

Häkeln ist wieder stark angesagt, die ältere Generation weiß hier bestens Bescheid. Bild: Schieder
Lokales
Nittenau
21.10.2014
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Die Schultasche blieb zu Hause. Mit im Gepäck hatten die Kinder und Jugendlichen stattdessen Spiel- und Bastelsachen. In der Grund- und Mittelschule trafen sie am Freitag auf Menschen, bei denen es schon eine Weile her ist, dass sie selbst Tag für Tag die Schulbank gedrückt haben.

Eingeladen hatten zu diesem Generationen-Treff, einem Spiele- und Bastelnachmittag, Schüler des P-Seminars Sozialkunde des Regental-Gymnasiums. Unter Leitung von Sozialkundelehrerin Susanne Deml kam diese Veranstaltung zustande, in Kooperation mit der Stadt Nittenau.

Diese sollte als Anfangsimpuls verstanden werden, verbunden mit der Hoffnung, dass diese Idee keine "Eintagsfliege" bleibt. Als Moderatoren fungierten Anna Heinrich und Nicolas Süß vom RTG, die den stellvertretenden Landrat, MdL Joachim Hanisch, Bürgermeister Karl Bley und Vertreter des Seniorenbeirats unter den vielen Anwesenden begrüßen konnten. Auch Martin Schöberl von der Stadt Nittenau war erschienen, der den Seminarteilnehmern mit intensiver Beratung und Unterstützung zur Seite stand. Ebenso anwesend waren Vertreter des BLSV und die Leiterin des RTG, Petra Weindl.

Projekt-Überlebenspaket

MdL Joachim Hanisch würdigte die Idee, mit dem P-Seminar etwas Gutes für die Gesellschaft zu tun. Bürgermeister Karl Bley lobte ebenfalls das Engagement der Schüler. Er fände es wünschenswert, wenn sich aus dieser Auftaktveranstaltung ein beständiger Generationen-Treff entwickeln würde. Schulleiterin Petra Weindl betonte, dass für die P-Seminare des G8 keine Lehrpläne existierten. Die Schüler seien somit gehalten, selbstständig an einem Projekt zu arbeiten.

Die Schüler dankten ihrer Lehrkraft, Susanne Deml, für die Betreuung. Immer wieder sei Deml eine Lehrerin, die Projekte in ihren Unterricht einbaue. Humor bewiesen die Schüler beim Überreichen eines "Projekt-Überlebenspakets" an Deml, dessen Inhalt unter anderem aus Entspannungsbädern und Nerventees bestand. Keine Berührungsängste bestanden bei der jüngeren und älteren Generation, die von der reichen Auswahl an Spielen Gebrauch machten. Geschicklichkeits-, Koordinations- und Gemeinschaftsspiele wurden sehr gut angenommen.

Kenntnisse vermittelt

Darüber hinaus betätigten sich Kinder und Senioren handwerklich an der Holzstation. Hier konnten die Jüngeren auf die Erfahrung und Hilfsbereitschaft der Älteren zählen, und so entstanden bemalte Tannenzapfen, Tannenzapfenigel, gemeißelte Baumringe oder Kastanienfiguren. Groß in Mode sind Häkelarbeiten. Mit dem Fertigen von Häkelschlüsselanhängern wurden durch die älteren Damen die dazu nötigen Handarbeitskenntnisse vermittelt.

Nach einigen Stunden im Generationen-Treff zogen alle Beteiligten ein positives Fazit. "Ich hoffe, dass wir damit einen Stein ins Rollen gebracht haben", meinte einer der Seminarteilnehmer. Auch die Seminarleiterin Susanne Deml zeigte sich mit ihrem Seminar sehr zufrieden: "Wir haben unser Ziel erreicht die Generationen zusammenzuführen".
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