Rasche Hilfe bei Gefahren

Jeder Handgriff sitzt, um nach einem Unfall die verletzte Person zu bergen und zu versorgen. Bilder: Schieder (4)
Lokales
Nittenau
09.09.2015
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So manchen Besucher beschlich ein Hauch von Ahnung, dass der Ernstfall dramatische Ausmaße annehmen kann. Beim Blaulicht-Tag präsentierten die Rettungskräfte auf dem Gelände der Berghamer Feuerwehr eindrucksvoll ihre Arbeit. Dabei setzten sie vor allem auf Prävention.

Die Aktionen standen unter der Gesamtleitung von Kommandant Franz Schuierer, der sich über die hohe Resonanz an Besuchern freute: "Das zeigt Ihre Verbundenheit zur Feuerwehr Bergham", betonte er bei der Begrüßung. Zum ersten Mal war auch die Polizei Nittenau vertreten. Die weiteste Anreise hatte die Feuerwehr der Partnerstadt Prestice aus Tschechien. Sowohl Kreisbrandinspektor Thomas Schmidt als auch Bürgermeister Karl Bley betonten, dass alle Rettungsorganisationen bei den Einsätzen kooperierten, um wirkungsvoll helfen zu können. Leider werde es zunehmend schwieriger, Leute für das Ehrenamt zu begeistern. Der Kommandant aus Prestice, Martin Felix, erhielt als Präsent "Zielwasser".

Nie mit Wasser löschen

Ein Moment der Unachtsamkeit genügt und die Pfanne oder der Topf stehen in Flammen, wenn sich das zu heiße Öl entzündet. Handelsübliches Speiseöl, wie es Tag für Tag in der Küche verwendet wird, entzündeten Mitglieder der Wehr in ausreichendem Sicherheitsabstand. "Fettbrände nie mit Wasser löschen", lautete die Botschaft. So mancher Zuschauer und schon gar nicht die Kinder rechneten mit dieser Riesenstichflamme, die "gen Himmel" schoss, als die Wehr genau dies versuchte. Besser ist es, die Flammen zu ersticken, indem man einfach den Deckel auf den Topf oder die Pfanne auflegt.

Bei einem Rundgang auf dem Gelände hatten die Besucher die Gelegenheit, die verschiedenen Fahrzeuge und Geräte in Augenschein zu nehmen und sich bei den Aktiven umfassend zu informieren. Auch die umliegenden Feuerwehren aus den Nachbarlandkreisen Cham und Regensburg machten mit. Das BRK Nittenau, das Technische Hilfswerk Neunburg vorm Wald und die Polizeistation Nittenau gaben gerne Auskunft über ihre Tätigkeit und die Ausrüstung. Zwischen den vielen Attraktionen fanden die Gäste aber doch noch Zeit für Kaffee, Kuchen und Spezialitäten vom Grill. Die kleinen Gäste zog es zu dem eigens für sie zusammengestellten Kinderprogramm mit Löschen von imaginärem Feuer und der Hüpfburg. Bei der "Modenschau", moderiert vom Vorsitzenden Karl-Heinz Stich, wurden die verschiedenen Schutzkleidungen, je nach Art des Einsatzes, sowie dazugehörende Ausrüstungsgegenstände gezeigt. Dass die Jugend hervorragend ausgebildet ist, bewies der Nachwuchs bei einem imaginären Feuer, das mit gezieltem Löschangriff unter Kontrolle gebracht werden musste, vom Aufbau der Schlauchleitung bis zum "Wasser marsch". Jugendwart Tobias Aumann freute der Erfolg. Die Gelegenheit nutzten die vielen Besucher ausnahmslos, die Vorgehensweise der Rettungskräfte an einem gestellten verunfallten Fahrzeug zu beobachten, mit einer eingeklemmten verletzten Person.

Umfangreiche Sicherungsmaßnahmen waren vonnöten, um den Hilfsbedürftigen zu sichern, seelisch zu betreuen und medizinisch zu versorgen. Nachdem der "Verletzte" befreit war, übernahm das BRK die weitere Versorgung. Der Erlös aus diesem Aktionstag geht in die Anschaffung von Geräten für die Einsatzkräfte.
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