Rathauskonzert: Pianist Karim Shehata spielt selten zu hörendes Werk von Johann Sebastian Bach
Anleitung zum Komponieren

Der Pianist Karim Shehata gestaltet das Rathauskonzert am 18. Oktober. Bild: hfz
Lokales
Nittenau
09.10.2015
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Bach, Haydn, Schubert: Auch das nächste Rathauskonzert am 18. Oktober bietet wieder erlesenen Klassik-Genuss. Am Flügel sitzt Pianist Karim Shehata. Er hat ein anspruchsvolles Programm gewählt.

Aus dem reichhaltigen Werk von Johann Sebastian Bach ("Meer sollte er heißen" wird Ludwig von Beethoven zitiert) sind seine Inventionen und Sinfonien eher Übungswerke, was aber nicht heißen soll, dass Bach hier nur geübt hat. Unter den Titel "Aufrichtige Anleitung, Womit denen Liebhabern des Clavires, besonders aber denen Lehrbegierigen, eine deutliche Art gezeiget wird ..." sind hier Paradebeispiele aufgezeichnet, auf was beim Komponieren zu achten ist. Die Werke werden nicht oft dargeboten, und so bietet sich hier die Gelegenheit, Bach wieder einmal bewusst zu hören.

Die Sonate in Es-Dur von Joseph Haydn hingegen gilt als das Werk unter den Klaviersonaten, deren Entstehungshintergrund am besten bekannt ist. Sie ist auch eine der wenigen Sonaten, die in Haydns eigener Handschrift überliefert ist. So lässt sich auch über die Musikalität hinaus etwas zum schöpferischen Prozess Haydns etwas herauslesen und erzählen. Schuberts G-Dur-Sonate schließlich gilt als melancholisch. Dabei verlangt die Sonate "nach pianistischer Hochleistung, um die Zerrissenheit, Schroffheit und die emotionale Spannweite Franz Schuberts greifbar zu machen."

Es gibt noch Karten für 12 Euro im Touristikbüro (09 436/90 27 33) und am Konzerttermin. Der musikalische Genuss beginnt, wie alle sonntäglichen Rathauskonzerte, um 16 Uhr.
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