"Riesige logistische Leistung"

Früh übt sich ein "Nachwuchstrucker": Mit voller Konzentration steuert der sechsjährige Hugo eines von über 20 Modellen im extra aufgebauten Parcour zweier Modellbauvereine aus Nürnberg und Sulzbach Rosenberg. Bild: Götz
Lokales
Nittenau
31.08.2015
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Trucker zu sein, das ist viel mehr als nur Lastwagen zu fahren und Güter zu transportieren. Beim Trucker-Festival in Nittenau wurde dies deutlich. Und es gab Lob von offizieller Seite.

"Airbrush" macht es möglich, die beiden Seitenwände und die Rückwand der Sattelzüge farblich und mit vielerlei Motiven zu gestalten. Und nicht selten wird der gesamte Truck einbezogen. Eisbär und Pinguin geben Auskunft darüber, dass es sich um einen Kühltransporter handelt. Zu sehen war auch Mystisches mit Totenkopf oder Märchenhaftes mit den "Sieben Zwergen". Staunende und bewundernde Blicke waren den Trucks sicher.

Mühe und Geduld

"Wir haben unser Ziel erreicht", eröffnete Gründungsmitglied und zweiter Vorsitzender des Trucker-Club "Regental", Sigi Reil, am Samstagabend den Abend vor den vielen Gästen im Festzelt. "Über 400 Lkws sind nach Nittenau gekommen. Das ist überwältigend." Und ganz besonders freue ihn die große Resonanz an interessierten Besuchern. Ihnen galt sein Dank und auch den Sponsoren, ohne die dieses "etwas andere Trucker-Treffen" nicht möglich gewesen wäre. Nicht zuletzt dankte er dem Verein, der sich "mit Mühe und Geduld die Hacken abgelaufen hat", dass alle Lastwägen in einer Reihe stehen. Mit Applaus quittierten die Zuhörer seine Ankündigung, dass jeder Fahrer ein Freibier und ein Essen erhalte. Und zu fortgeschrittener Stunde werde es eine Feuershow geben. Das Landratsamt habe die Genehmigung für den Umzug der Lastwägen erteilt, allerdings nur in begrenzter Stückzahl mit etwa 120 bis 130 Trucks. Dafür warb er für Verständnis bei den Fahrern. Und jeder der Teilnehmer müsse aber bereit sein, ein bis zwei Kinder bei dem Umzug mitzunehmen. Vorsitzender Ralf Zenker wies auf das Kinderprogramm hin, bei dem die Kleinen durch einen professionellen Anbieter wunderbar unterhalten würden.

Landrat Thomas Ebeling dankte für die Ehrenschirmherrschaft. Beeindruckend sei die "riesige logistische Leistung", die dieses Trucker-Treffen mit sich gebracht habe. Als Zeichen der Anerkennung überreichte er ein Präsent. Bürgermeister und Schirmherr Karl Bley dankte dem Trucker-Club für die Ausrichtung dieses Treffens. Hohe Anerkennung verdiene der Idealismus, die Fahrzeuge optisch so herzurichten, die tiptop gepflegt seien. Da es das neunte Truckerfest sei, würde er sich freuen, wenn es ein Jubiläum geben könne. Am Rande des Festes begeisterte ein Musiker-Duo aus Ecuador, das mit seinen Liedern und der Instrumentalmusik mit Panflöten ein besonderes Flair verbreitete. Viele Trucker kennen sich bereits seit etlichen Jahren, Freundschaften sind in dieser Zeit entstanden.
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