Sicherheit stets gewährleistet

Für 40 Jahre aktiven Dienst sowie für seine ebenso lange Vereinstreue wurde Georg Pöllinger (Vierter von rechts) ausgezeichnet. Es gratulierten Vorsitzender Andreas Weidmüller (links), KBM Armin Jehl (Vierter von links), stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl (Dritter von rechts), Kommandant Michael Kerkez (Zweiter von rechts) und Bürgermeister Karl Bley (rechts). Für besondere Verdienste geehrt wurden Otto Götzer junior und Werner Götzer junior (Zweiter und Dritter von links). Bild: Schieder
Lokales
Nittenau
18.03.2015
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Zusammen mit dem First Responder schlugen 416 Einsätze zu Buche. Das Jahr 2014 gestaltete sich für die Stützpunktwehr sehr arbeitsintensiv und ereignisreich. Immer mehr rückt die Nachwuchsarbeit in den Blickpunkt.

Breiten Raum nahm bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Nittenau der Bericht von Kommandant Michael Kerkez ein. Elf Brände, 52 technische Hilfeleistungen, 334 First Responder-Einsätze, fünf Sicherheitswachen und 14 Fehlalarmierungen mit insgesamt 1245 Einsatzstunden wurden registriert. Im Jahr zuvor waren es 488 Einsätze. Diesen Rückgang habe man dem Umstand zu verdanken, dass die Stadt von Unwetter- und Hochwasser verschont geblieben sei, so der Sprecher.

Alarmierung am Tag

58 Aktive leisten Dienst, davon zehn Frauen. Eins der wichtigsten Themen sei die Tagesalarmsicherheit. Mittel- und langfristig werde dies zu einem großen Problem, betonte Kerkez. Nur mit intensiver Jugendarbeit könne das Personal der Zukunft aus den eigenen Reihen rekrutiert werden. Quereinsteiger in den aktiven Dienst seien extrem selten. Weniger qualifizierte Arbeitsplätze in Nittenau, eine härtere Arbeitswelt und Probleme kleinerer Firmen, wenn Aktive zu einem Feuerwehreinsatz gerufen würden, nannte der Kommandant als Ursachen. Er dankte den Betrieben, die ihre Arbeitnehmer für diesen Dienst nach wie vor freistellen.

In der Jugendgruppe seien 25 Nachwuchskräfte organisiert, davon drei Mädchen. Die Anzahl habe sich fast verdoppelt, freute sich Kerkez. Der Kommandant dankte dem Jugendwart-Team mit Markus Hochmuth, Florian Trumert, Rebekka Haschke und Stefan Pöllinger. Die nachkommenden Feuerwehranwärter erhielten die Grundausbildung, die Aktiven eine laufende Fortbildung. 48 theoretische und praktische Ausbildungsveranstaltungen hätten auf dem Programm gestanden. Im Schnitt habe jeder Aktive zwischen 100 und 150 Stunden Ausbildung absolviert. An der Feuerwehrschule Regensburg habe Peter Lautenschlager den Lehrgang zum Gruppenführer, Peter Fünffinger zum Drehleitermaschinisten und Markus Jehl zum Brandschutzbeauftragten besucht. Unter Leitung von Otto Götzer habe eine Gruppe das Leistungsabzeichen THL absolviert. Mit Andreas Weidmüller als Leiter hätten zwei Gruppen das Leistungsabzeichen Wasser abgelegt, so Kerkez.

7500 Stunden bereit

17 aktive Mitglieder umfasse die First Responder- Gruppe, unter der Leitung von Georg Ernst und Philipp Bohn. Im vergangenen Jahr seien hier 7500 Stunden Bereitschaftsdienst geleistet worden. Die Anschaffung eines Früh-Defibrillator für diese Einsatz-Gruppe sei durch Mittel der Stadt Nittenau und des Vereins finanziert worden. Regelmäßig unterzog sie sich der Fortbildung im Bereich der medizinischen Notfallrettung.

Bereits beschafft wurden die Funkgeräte für die Wehren Nittenau, Bergham und Fischbach sowie die Kommandanten-Geräte. Momentan befinde man sich im erweiterten Probebetrieb beim Digitalfunk. Aufgrund personeller Probleme bei der Programmierung sei mit Verzögerungen zu rechnen, so Kerkez. Der Fuhrpark befinde sich in gutem Zustand, mittel- und langfristig müsse aber das Thema Ersatzbeschaffung von Fahrzeugen im Auge behalten werden.

Lob für Jugendarbeit

Stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl zollte der Wehr großen Respekt. Sie sei ein Aushängeschild für den Landkreis Schwandorf. Die Jugendarbeit sei bemerkenswert. Mit der 150-Jahr-Feier im Jahr 2017 werde die Nittenauer Wehr wieder zeigen, was in ihr stecke.

Bürgermeister Karl Bley würdigte ebenfalls die Jugendarbeit, die sicher nicht immer einfach sei. Der Defibrillator sei unverzichtbar für Nittenau, da er beinahe täglich zum Einsatz komme. Die Stadt habe dafür 2200 Euro investiert. Der Digitalfunk koste der Stadt 100 000 Euro, aber man dürfe sich der neuen Technik nicht verschließen. Zur Beschaffung von Ersatzfahrzeugen wollte Bley keine Versprechen machen. Zum Jubiläum aber gebe es ein Geschenk, versicherte er. Kreisbrandmeister Armin Jehl betonte, dass man bei der integrierten Leitstelle stets um Verbesserungen bemüht sei.
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