Sie kümmern sich

Bürgermeister Karl Bley überreichte die Ehrenamtskarten an Petra Höfler und ihre Tochter Denise. Bild: Schieder
Lokales
Nittenau
20.06.2015
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Die bayerische Ehrenamtskarte ist ein Zeichen der Anerkennung für all jene, die sich besonders für das Gemeinwesen einsetzen. Auch in der Stadt am Regen sind Menschen unermüdlich für andere tätig. Ihnen wurde offiziell gedankt.

Petra Höfler und ihre Tochter Denise sind solche Menschen. Nun bat sie Bürgermeister Karl Bley ins Rathaus, wo er ihnen die Ehrenamtskarte überreichte. Seit 18 Jahren führt Petra Höfler, Mutter der 21-jährigen Denise und deren 19-jähriger Schwester, eine Mutter-Kind-Gruppe. Damals hat sie in der Gruppe Anschluss gesucht und bald darauf diese selbst übernommen.

Freundschaften entstehen

Über die Diözese Regensburg besuchte sie Tages- und Wochenendseminare, was verpflichtend sei für das Führen einer Mutter-Kind-Gruppe, erzählt Petra Höfler. Derzeit leite sie drei Gruppen, jeweils für zwei Stunden, so am Dienstagnachmittag von 15 bis 17 Uhr sowie am Mittwoch und Freitag von 8.45 bis 10.45 Uhr. Acht bis zehn Kinder seien die Norm bei der Gruppenstärke.

Für die Frauen sind die Treffen eine Erleichterung, so Petra Höfler, vor allem beim ersten Kind, wenn noch so manche Unsicherheit bestehe. So manches Kennenlernen in der Gruppe gehe dann über den normalen Austausch hinaus. Es würden Freundschaften geschlossen, so die Erfahrung der langjährigen Leiterin. Die Mütter kämen auch aus den benachbarten Kommunen. Neu gestartet ist sie heuer mit einer Oma-Enkel-Gruppe, ein Pilot-Projekt in Nittenau. Einmal im Monat finden diese Treffen statt. Bürgermeister Karl Bley ergänzte, dass Petra Höfler seit vier Jahren auch im Frauennetzwerk des Landkreises tätig sei, das sich auch einmal im Monat treffe.

Bei der Verkehrswacht

Tochter Denise, beruflich tätig als Groß- und Einzelhandelskauffrau in einem Regenstaufer Unternehmen, hilft bei den Projekten ihrer Mutter tatkräftig mit. Darüber hinaus engagiert sie sich stark bei der Gebietsverkehrswacht Nittenau, wo sie als Kassiererin fungiert. Vor allem auch in der Schülerlotsenausbildung ist sie aktiv. "Toll, wenn sich junge Leute engagieren", meinte dazu Bley. Die Bayerische Ehrenamtskarte ist eine Initiative des Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration in Kooperation mit den Kommunen, sowie speziell hier mit der Lernenden Region im Landkreis Schwandorf und der Freiwilligenagentur.

Die Karte biete bayernweit Vergünstigungen der teilnehmenden Institutionen und Organisationen. Allein im Landkreis Schwandorf gibt es derzeit 45 Stellen, wo die Inhaber Vergünstigungen erhalten. In Nittenau nehmen beispielsweise das Museum, die Bücherei und das Freibad teil. Vorschläge für Personen, die sich besonders um das Gemeinwohl verdient gemacht haben, werden gerne von der Stadt Nittenau oder von der Freiwilligenagentur entgegengenommen, so Bley.
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