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Florian Schillinger (Zweiter von links) wurde von BRK-Bereitschaftsleiter Wilhelm Klein (Zweiter von rechts) und BRK-Direktor Alfred Braun (rechts) für seine Verdienste ausgezeichnet. Dritter Bürgermeister Jürgen Kuprat (links) gratulierte. Bild: Schieder
Lokales
Nittenau
25.02.2015
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Einmalig im Landkreis Schwandorf ist eine gemeinsame Jahreshauptversammlung des Bayerischen Roten Kreuzes und der Wasserwacht. Damit kommt die enge Verbundenheit beider Organisationen zum Ausdruck. Und sie trägt Früchte.

Die Versammlung ging am Samstagabend in der Hotelgaststätte Pirzer über die Bühne. Eröffnet wurde sie von Wilhelm Klein, Leiter der BRK-Bereitschaft Nittenau, auch im Namen des Vorsitzenden der Nittenauer Wasserwacht Helmut Frey. Dieser erinnerte daran, dass 2014 ganz im Zeichen des Jubiläums "50 Jahre Wasserwacht Nittenau" gestanden habe.Die Wasserwacht zähle 117 Mitglieder. Von der Altersstruktur her sei man gut aufgestellt, angefangen von Gründungsmitgliedern bis hin zum Kleinkind.

"Defi" im Freibad

Fast 850 Stunden seien geleistet worden, so der Sprecher. Einen Großteil davon nehme die Ausbildung im Bereich Naturschutz, das Qualitätsmanagement und Vermittlung von Grundkenntnissen im Sanitätsdienst ein. Seit letztem Jahr gebe es im Freibad einen Defibrillator. Frey dankte Florian Schillinger für die Schulung der Einsatzkräfte. Die SEG (Sondereinsatzgruppe) hatte neun Einsätze.

Zehn Aktive haben fast 100 Stunden bei der Absicherung des Gebäudes der ehemaligen Weiß-Mühle geleistet. Aufgrund des schlechten Wetters seien auch im Freibad relativ wenig Stunden geleistet worden. Zudem habe die Stadt Rettungsschwimmer auf 400-Euro-Basis engagiert. Der Anbau beim Freibad sei nahezu fertig, nur mehr Restarbeiten müssten getätigt werden. Und auch die Finanzierung sei so gut wie unter Dach und Fach. In Bezug auf die Jugendarbeit bat Frey darum, recht häufig ins Training zu gehen. Auch neue Leute seien dazu willkommen. Besonders freue es ihn, so Frey, dass eine Jugendmannschaft beim Kreiswettbewerb vertreten war.

Rückgänge verzeichnet

BRK-Bereitschaftsleiter Wilhelm Klein beleuchtete das Jahr 2014. Vier Blutspende-Termine habe es gegeben, bei der 405 Spender mit Verpflegung versorgt wurden. Dies seien 27 Spender weniger als im Vorjahr und auch schon 2013 sei ein Rückgang um 60 registriert worden. Eine Steigerung gebe es bei den Erstspendern, von 15 auf 28. Leider sinke der Bedarf an benötigten Blutkonserven nicht, so dass es immer wieder Engpässe in der Versorgung komme. Im Bereich Sanitätsdienste seien 30 Einzelveranstaltungen von der Bereitschaft betreut worden. Klein nannte die üblichen Motorsport- und Reitsportveranstaltungen neben der deutschen Meisterschaft der Turnerjugend in der Regental-Halle.

Auch sei im vergangenen Jahr wieder die Altkleidersammlung per Container vorgenommen worden. Das Sammelergebnis habe sich nochmals um 17 Prozent verringert. Nach einem Rückgang im Vorjahr von 26 Prozent auf 34,7 Tonnen seien es 2014 nur noch 28,9 Tonnen gewesen. Und der Erlös pro Tonne Altkleider sinke. Somit erhalte man für die Tonne nur noch 85 Euro.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 4438 Stunden geleistet. Das Gros bildete dabei der Rettungsdienst mit 1929 Stunden. Der Sanitätsdienst komme auf 408 Stunden, die Aus- und Fortbildung auf 87 Stunden, die Altkleidersammlung auf 393 Stunden, die Blutspende-Aktion auf 447 Stunden und die sonstigen Einsätze schlagen mit 820 Stunden zu Buche. 18 Helfer seien bei den abgeleisteten 30 Sanitätsdiensten im Einsatz gewesen.

Die meisten davon habe Florian Schillinger mit zehn Diensten geleistet, gefolgt von Johannes Kraupner mit neun und Thomas Fuchs mit acht Diensten. Die meisten Stunden absolvierte Thomas Fuchs mit 58, vor Florian Schillinger und Erwin Fuchs mit je 45 Stunden. Im Rettungsdienst seien fünf Helfer eingesetzt gewesen, "wobei hier Andreas Wagner mit einer noch nie dagewesenen Stundenzahl von insgesamt 1600 die meisten ehrenamtlichen Stunden leistete. Dies bedeutet 133 Schichten zu zwölf Stunden", betonte Klein.

Die Grippewelle

Die Bereitschaft Nittenau verfüge über einen Krankentransportwagen und ein Mehrzweckfahrzeug sowie über zwei Anhänger. Den Mitgliederstand gab Klein mit 38 an, davon 14 weibliche Mitglieder. Die Bereitschaft verfüge über zwei Ärzte, einen Rettungsassistenten, sieben Rettungssanitäter, sieben Rettungsdiensthelfer, 22 Sanitätshelfer sowie zwei Ausbilder für Erste Hilfe und einen Ausbilder für realistische Unfalldarstellung. Das Durchschnittsalter betrage 44 Jahre, so Klein.

Auf der Tagesordnung stand auch der Punkt Ehrungen. So sollten Martin Frey und Andreas Wagner für fünf Dienstjahre mit der Jahresspange ausgezeichnet werden. Monika Bär, Gisela Heigl und Josef Gradl wollte man für 40 Dienstjahre ehren. Doch fielen alle der Grippewelle zum Opfer. Für besondere Verdienste wurde daher Florian Schillinger mit der Auszeichnungsspange der Bereitschaften in Bronze geehrt.
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