Spannende Stadt-Visionen

Wie soll Nittenau in 2030 aussehen: Für ihre kreativen Ideen erhielten diese Schüler Lob und Anerkennung von Bürgermeister Karl Bley (rechts) und Michael John vom Institut Basis. Vorne links die Schüler, die den ersten Preis erzielten, sowie die Zweitplatzierten in der Mitte und die Dritten vorne rechts. Bild: sir
Lokales
Nittenau
25.11.2014
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Freie Kreativität aus jungen Köpfen bringt frische Ideen auf den Tisch. Das zeigte ein Wettbewerb für Schüler im Zuge des Stadtentwicklungskonzepts. Bunt, mit viel Grün und spannend wünschen sich die jungen Nittenauer ihre Stadt der Zukunft.

Kinder und Jugendliche sind in der Regel unvoreingenommen, wenn es um Planungen get - wenn man sie lässt. Beim Jugendwettbewerb "Nittenau 2030" im Zuge des integrierten Städtebauentwicklungskonzepts (ISEK) bot sich dem Nachwuchs die Gelegenheit, ihre Ideen einzubringen, wie sie ihre Heimatstadt in den nächsten Jahren und Jahrzehnten sehen. Den ersten Platz belegte die 4. Klasse des Sonderpädagogischen Förderzentrums Nittenau.

In Bildern und Collagen sowie Modellen aus unterschiedlichsten Materialien hielten sie ihre Vorstellungen fest. Eine Klasse drehte ein Video. Einiges davon mutete futuristisch an, doch so manches sei durchaus realisierbar, sogar in nicht allzu ferner Zukunft, war sich die Jury einig bei der Preisverleihung am Freitag in der Aula der Mittelschule. Konrektorin Petra Hnevkovsky hieß dazu die Vertreter der weiteren beteiligen Schulen willkommen, die ebenfalls mit einem Preis bedacht wurden.

Drei Altersgruppen

Dabei waren die Grundschule Fischbach, das Sonderpädagogische Förderzentrum (SFZ) und das Regental-Gymnasium (RTG). Bürgermeister Karl Bley, vom städtischen Bauamt Josef Fellner sowie Michael John vom Unternehmen Basis, zuständig für Sozialplanung, -forschung und Stadtentwicklung, freuten sich über die rege Teilnahme am Wettbewerb. Weiter beteiligt am ISEK sind das Büro RSP Stadt- und Landschaftsplanung, sowie das Unternehmen CIMA für Handelsforschung, Stadtmarketing, Tourismus, Wirtschafts- und Technologieforschung. Bürgermeister Karl Bley dankte den Kindern für ihre kreativen Beiträge. Sie setzten sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben, was in Nittenau fehlt. Sein Dank galt neben den Schülern auch den Schulleitungen, den Lehrern und der Stadtverwaltung. Auch die Erwachsenen seien aufgefordert, sich einzubringen. Michael John dankte den Sponsoren für die attraktiven Preise, die sie zur Verfügung gestellt haben.

Der Wettbewerb wurde in drei Altersgruppen unterteilt: Kinder bis 10 Jahre, bis 14 Jahre und ältere Jugendliche. Letztere hatte allerdings keinen Beitrag eingereicht. John erläuterte die Bewertung. Über 50 Ideen wurden eingereicht.

Die Schüler der besten 15 Vorschläge wurden mit Preisen ausgezeichnet. Den ersten Platz belegte die 4. Klasse des Sonderpädagogischen Förderzentrums Nittenau mit den Schülern Annette Reiß, Jasmin Müller und Patrice Schwarz. John sagte, dass die Farbgebung bereits beeindruckt habe, mit der Darstellung von Sonne, viel Grün und Wasser. Symbolisch dargestellt wurden unter anderem ein Bootshaus, ein Kletterturm, ein Spielehaus, eine Bücherei und eine Eisdiele. Einen Hochseilgarten wünschen sich Hannes Körner, Alexander Rösch und Moritz Weiherer von der Grundschule Fischbach, die damit auf Platz zwei landeten. Den dritten Platz belegten ebenfalls die Fischbacher mit Carina Liebl, Lorena Kaiser, Klara Strohmayer, Emilie Frankerl und Luisa Roßmann, die einen Spielplatz mit vielen Attraktionen herbeisehnen. Gutscheine für den Besuch von Kino, Pizzeria oder Freibad winkten allen Siegern, auch den Nächstplatzierten.

Für die Klassenkasse

Mit einer Videoproduktion wartete die Klasse 5 a des Gymnasiums auf: Maximilian Schmalzl und Valentin Mißlbeck nahmen dafür aus den Händen von Bürgermeister Karl Bley die Summe von 300 Euro für die Klassenkasse auf. Hier flossen die Gedanken aller Klassenkameraden ein. Ihre Wünsche zielten auf ein neues Stadion, eine modernere Schule, viele Parks und Grünflächen, mehr Rampen für Behinderte, ein riesiger Skaterpark, Bolzplätze und verbesserte Einkaufsmöglichkeiten.

Bürgermeister Karl Bley lobte alle Wettbewerbsteilnehmer. Selbstkritisch hätten die Schüler in dem Video dargestellt, dass nicht alles von heute auf morgen umzusetzen, manches aber durchaus realisierbar sei.
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